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Hannover Rück legt erneut ein Rekordergebnis vor

12.03.2014 – Hannover_Rueck_verwaltung_kleinDie Hannover Rückversicherung AG hat im Geschäftsjahr 2013 erneut glänzend abgeschnitten. Mit 895,5 Mio. Euro Konzerngewinn wurden nicht nur das Rekordergebnis des Vorjahres (849,6 Mio. Euro) übertroffen, sondern auch die Erwartungen, wie Vorstandschef Ulrich Wallin bei der Vorlage der Bilanz hervorhob.

Die gute Entwicklung verdankt die Hannover Rück vor allem dem hervorragenden Verlauf der Schadensparte, während die Personensparte durch Belastungen in Höhe von 100 Mio. Euro infolge von Nachreservierungen in der australischen Berufsunfähigkeitsversicherung enttäuschte. Aufzulösende Rückstellungen für latente Steuern im Ausland verringerten die Konzern-Steuerlast, die sich insgesamt auf 163 (Vorjahr: 364) Mio. Euro beläuft. Dies bescherte auch einen Ausgleich für die auf 1,41 (1,66) Mrd. Euro geschrumpften Kapitalanlageerträge.  Zu dem Minus trugen neben den Niedrigzinsen weniger Realisierungsgewinne als im Vorjahr sowie fehlende positive Ergebniseffekte bei den sogenannten ModCo-Derivaten (besicherte Rückversicherungen)  und durch die niedrige Teuerungsrate bedingte Verluste bei den Inflation Swaps bei.

Im Gegensatz zu den Vorjahren weist die Hannover Rück für 2013 kein substanzielles Wachstum auf. Die Prämieneinnahmen erhöhten sich lediglich um 1,4 Prozent auf 14,0 Mrd. Euro. Wallin begründete dies mit der wachsenden Konkurrenz in der Schaden-Rückversicherung. Nicht nur Überkapazitäten bei den Rückversicherungen, sondern auch Geld vom Kapitalmarkt drückten auf die Margen. Daher habe sich die Hannover Rück auf das Ergebnis konzentriert, denn dies sei wichtiger als die Prämieneinnahmen. Die geringen Verwaltungskosten der Hannover Rück erlaubten weniger Wachstum, meinte Wallin.

Die gute Entwicklung in der Schaden-Rückversicherung wurde begünstigt durch den im Vergleich zum Vorjahr höheren, aber geringer als erwarteten Großschadenanfall. Überproportional hohe Belastungen aus Naturkatastrophen fielen in Deutschland und Kanada an. Der Hagelschlag „Andreas“ wie für die gesamte Branche auch für Hannover Rück das teuerste Ereignis mit einer Nettobelastung von fast 100 Mio. Euro. Die Überschwemmungen in Deutschland sowie anderen europäischen Ländern schlugen mit 92,5 Mio. Euro zu Buche. Insgesamt belief sich die Nettobelastung aus Großschäden auf 577,6 (477,8) Mio. Euro. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote konnte dennoch weiter auf 94,9 (95,8) Prozent verbessert werden. Dies schlägt sich auch in dem versicherungstechnischen Ergebnis von 335,5 (272,2) Mio. Euro nieder.

Höher gelegt hat Wallin die Messlatte für die Dividendenzahlungen. Während für 2012 eine Dividende von 2,60 Euro plus einem Bonus von 0,40 Euro gezahlt worden war, gibt es für 2013 keine Bonusdividende, vielmehr liegt die Basis für das neue Niveau jetzt bei 3 Euro. Der Vorstandschef zeigte sich überzeugt, dass diese Marke auch nachhaltig erreichbar ist, was er vor einem Jahr noch in Zweifel gezogen hatte.

Im laufenden Jahr erwartet die Hannover Rück eine stabile Entwicklung der Prämieneinnahmen, auch wenn sich das Umfeld für die Schaden-Rückversicherung eingetrübt hat. Das Ratenniveau sei noch auskömmlich, weil sich der Vorstand auf profitables Geschäft konzentriere. In der Personen-Rückversicherung wird mit einem stärkeren Prämienwachstum als im Vorjahr gerechnet. Bei den Kapitalanlagen dürfte sich die Rendite weiter auf 3,2 Prozent verringern. Unter dem Strich glaubt Wallin ein Konzernergebnis von 850 Mio. Euro erreichen zu können. (cs)

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