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Hannover Rück erwartet “leicht steigende Beitragseinnahmen”

15.09.2014 – wallin_hannover_re_montecarlo_2014_cpt_150“Dort, wo risikoangemessene Preise nicht zu erzielen sind, sind wir bereit, auch zukünftig Geschäft aufzugeben.“ Damit gab Hannover Rück-Chef, Ulrich Wallin, im Rahmen des diesjährigen Rendez-vous in Monte Carlo die Marschrichtung für das kommende Geschäftsjahr in einem herausforderndem Umfeld vor. Trotz der weichen Marktbedingungen in der Schaden-Rückversicherung sieht die Hannover Rück angesichts der steigenden Wertekonzentration in Ballungszentren und der Einführung risikobasierter Solvenzsysteme einen steigenden Bedarf nach hochwertigem Rückversicherungsschutz. Stichwort: Wachstumsmärkte in Asien und Lateinamerika sowie die landwirtschaftlichen Risiken.

Für ihre drei Säulen der Schaden-Rückversicherung – die Zielmärkte, das Spezialgeschäft und die globale Rückversicherung – erwartet die Hannover Rück für die Vertragserneuerungsrunde zum 1. Januar 2015 folgende Entwicklungen:

Bei nicht-proportionalen Rückversicherungsprogrammen, die einen über mehrere Jahre guten Schadenverlauf ausweisen, erwartet die Hannover Rück eine Tendenz zu Preisreduzierungen. In der proportionalen Rückversicherung sollten die Konditionen weiterhin auskömmlich bleiben. Das Unternehmen geht davon aus, trotz neu in den Markt kommenden Kapitals, seine Kundenbeziehungen profitabel ausbauen zu können.

In Deutschland sind die Marktbedingungen angesichts der hohen Belastungen aus Naturgefahren im Jahr 2013 und der zum Teil erst im laufenden Jahr sichtbar gewordenen Schadenerhöhungen weniger weich als in anderen Ländern.
Aufgrund dessen, dass zur Vertragserneuerungsrunde zum 1. Januar 2014 das gesamte Ausmaß der 2013er Schäden noch nicht bekannt war und die Erstversicherer
Sanierungsmaßnahmen durchführen müssen, wird in den von Schäden betroffenen Sparten von zumindest stabilen Preisen und Konditionen in der kommenden Erneuerung ausgegangen. Gleiches gilt für die Kraftfahrt-Kaskoversicherung, deren Entwicklung seit einigen Jahren ebenfalls nicht profitabel verläuft. Belastet wurde die Situation zusätzlich durch die schweren Hagelereignisse „Andreas“ und „Manni“ im vergangenen Jahr. Weiterhin Sorgen bereitet die durch eine Vielzahl von kleineren und mittelgroßen Schäden getroffene Industrie-Feuerversicherung in Deutschland. Angesichts der hohen Schadenbelastungen im deutschen Markt wird erwartet, dass das Ratenniveau zum 1. Januar 2015 stabil bleibt.

Das Jahr 2014 ist bereits durch mehrere signifikante Großschäden aus dem Airline-Bereich belastet. Trotz einer unverändert hohen Verfügbarkeit von Versicherungskapazitäten im Luftfahrtbereich ist davon auszugehen, dass diese Ereignisse mindestens zu einer Stabilisierung des Ratenniveaus für konventionelle Luftfahrt(rück)versicherung führen werden. Demgegenüber sind im Bereich der Kriegsdeckungen angesichts der jüngsten Schadenentwicklung substanzielle Prämienerhöhungen zu erwarten.

Die Märkte für das Naturkatastrophengeschäft sind weiter durch ein Überangebot an Rückversicherungskapazitäten gekennzeichnet. In einigen Segmenten bzw. Regionen wird davon ausgegangen, dass es nun zu einer Bodenbildung kommt, da die zu erzielenden Margen in Teilen nicht mehr risikoadäquat sind.

Die Hannover Rück erwartet bei ausbleibenden großen Schadenereignissen auch für die Vertragserneuerungsrunde zum 1. Januar 2015 einen intensiven Wettbewerb mit anhaltendem Druck auf Preise und Konditionen.
Im laufenden Geschäftsjahr 2014 erwartet die Hannover Rück für den Konzern – auf Basis konstanter Währungskurse – stabile bis leicht steigende Bruttoprämieneinnahmen.
Unter der Prämisse, dass die Großschadenbelastung nicht wesentlich den Erwartungswert von 670 Mio. EUR übersteigt und es zu keinen negativen Entwicklungen an den Kapital-märkten kommt, geht das Unternehmen für 2014 unverändert von einem Nettokonzerngewinn in der Größenordnung von 850 Mio. EUR aus.

Bild: Hannver Rück-Chef Ulrich Wallin beim diesjährigen Rendez-vous in Monte Carlo. (Quelle: cpt)

Link: Hannover Rück will nicht auf Preiskampf eingehen

 

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