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Hannover Rück auf Kurs

07.08.2014 – hannover-rueck-gebaeudeDie Hannover Rück zeigt sich trotz des Preisdrucks am Markt mit der Entwicklung im ersten Halbjahr „sehr zufrieden“. Vorstandschef Ulrich Wallin sieht sich daher auf einem guten Weg, das Gewinnziel 2014 in der Größenordnung von 850 (Vj.: 895,5) Millionen Euro erreichen zu können. Der Halbjahresgewinn des weltweit drittgrößten Rückversicherers verbesserte sich aufgrund der sehr geringen Großschadenbelastung durch Naturkatastrophen und eines trotz der Niedrigzinsen „erfreulichen“ Kapitalanlageergebnisses auf 444,4 Mio. Euro (+4,9 Prozent). Finanzanalysten schließen angesichts der Zahlen nicht aus, dass das Gewinnziel 2014 sogar übertroffen werden könnte.

In der Schaden-Rückversicherung bekommt die Hannover Rück das Überangebot, insbesondere auch von alternativem Kapital der US-Pensionsfonds zu spüren. Außerdem erhöhen viele Erstversicherer wegen des Ausbleibens von Großschäden und ihrer guten Kapitalausstattung den Selbstbehalt. Dies führte laut Ulrich Wallin zu substanziellen Ratenreduzierungen. Er rechnet damit, dass sich der weiche Markttrend fortsetzen wird. Der Vorstand will daher die ertragsorientierte Zeichnungspolitik fortführen, auch wenn diese bei den letzten Vertragserneuerungen Ratenrückgänge zur Folge hat.

Die Prämieneinnahmen des Konzerns verringerten sich im ersten Halbjahr um 2,2 Prozent auf 7,06 Milliarden Euro. Dazu trug die Schaden-Rück 4,08 Mrd. Euro (-0,5 Prozent) und die Personen-Rück mit 2,99 Mrd. Euro (-4,6 Prozent) bei. Das versicherungstechnische Ergebnis reduzierte sich auf 14,5 Mio. Euro (-14 Prozent). Der über Erwarten starke Rückgang der Großschadenlast spiegelt sich in dem Ergebnis nicht wider, weil das nicht verbrauchte Budget traditionsgemäß auf das zweite Halbjahr übertragen wird. Insgesamt belief sich die Großschadenlast auf 104,7 (259,5) Mio. Euro netto, wobei das Sturmtief „Ela“ mit 33,3 Mio. Euro zu Buche schlug. Im Budget waren 276 Mio. Euro eingeplant gewesen. Die Kämpfe in Libyen und der Absturz des malaysischen Flugzeugs MH17 in der Ukraine sind für Hannover Rück die größten Belastungen aus der jüngsten Zeit, wie Finanzchef Roland Vogel in einer Telefonkonferenz mit Analysten sagte. Beide Posten stünden jeweils für “einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag”. Für genauere Aussagen sei es noch zu früh. “Aber diese beiden Verluste sollten problemlos von unseren vorhandenen Risikopolstern abgedeckt werden können.”

Zum Konzerngewinn steuerte Schaden-Rück 347,9 Mio. Euro (-3,9 Prozent) und Personen-Rück 115,4 Mio. Euro (+15,7 Prozent) bei. Zur deutlich verbesserten Profitabilität der Personen-Rückversicherung trug eine weitere Blocktransaktion von Langlebigkeitsrisiken in Großbritannien bei. Außerdem haben sich die Belastungen des Vorjahres durch das US-Mortalitäts- und das australische Berufsunfähigkeitsgeschäft nicht wiederholt. Sehr zufrieden zeigte sich Wallin mit dem Kapitalanlageergebnis, das um 2,7 Prozent auf 707,5 Mio. Euro zulegte. Positiv wirkte sich dabei die verstärkte Anlage in Unternehmensanleihen und Immobilen aus. (cs)

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