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Hallesche setzt Leitfaden zum Tarifwechselrecht um

25.06.2014 – hallesche_kv_logo_150Die Hallesche Krankenversicherung will dem vom PKV-Verband erarbeiteten Leitfaden Tarifwechselrecht beitreten. Der Leitfaden soll in diesem Jahr verabschiedet werden und am 1. Januar 2016 in Kraft treten. „Wir werden das früher umsetzen”, sagte Vorstandsvorsitzender Walter Botermann gestern vor Pressevertretern in Stuttgart.

Konkret plant die Hallesche eine Beratungs-Hotline für Kunden und Vermittler. Die Beratung zum Tarifwechselrecht soll nur auf Anfrage der Kunden erfolgen. Die Beratungen macht das Unternehmen selbst, nicht der Vermittler. Das liege einerseits im Datenschutz begründet, viele Daten seien dem Vermittler nicht bekannt. Überdies soll so auch die Qualität sichergestellt werden. „Die zielgenaue Beratung muss bei uns bleiben, denn wir sind einfach näher am Kunden”, sagte Wiltrud Pekarek, Vorstandsmitglied und verantwortliche Aktuarin der Halleschen. Das Unternehmen spricht dem Vermittler dann Empfehlungen aus.

Bei der Beratung dürfe nicht die Möglichkeit des Kunden außer Acht gelassen werden, in den Standardtarif zu wechseln. Auch wenn das nur die letzte Ventillösung sei, ist Botermann unzufrieden damit, dass der Standardtarif Versicherten mit Abschluss bis zum 1. Januar 2009 vorbehalten ist. „Wir wollen die Politik überzeugen, dass der Standardtarif wieder geöffnet wird”, sagte er. „Das ist durchaus akzeptabler Versicherungsschutz für das Alter und für uns ‘Netz und doppelter Boden’”, fügte Pekarek hinzu.

Einen Tarifwechselrechner im Internet, wie ihn die Huk-Coburg und die DKV bereits haben und Gesundheitsminister Hermann Gröhe auf der PKV-Jahrestagung lobte, wird es aber vorerst nicht geben. „Bei verschiedenen Tarifwerken ist das für den Kunden sehr schwer zu beurteilen. Über so einen Rechner schließt im Endeffekt keiner ab”, sagte Botermann.

Bei der Halleschen liegt die Zahl der Tarifwechsler bei einem Prozent im Jahr. Das sei rund die Hälfte derer, die sich danach erkundigen. Seit einiger Zeit gibt die Hallesche allen über 60-Jährigen zur Beitraganpassung einen Hinweis auf einen Alternativtarif zur Beitragsentlastung. „Die Erfahrung zeigt, dass es ein großes Beharrungsvermögen in den Beständen gibt”, sagte Pekarek (siehe KÖPFE). (ell)

Link: Botermann: „Abrechnungsoptimierungen nehmen zu”

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