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Hagelgilde meldet Unterschadenjahr

18.03.2014 – hagelgilde-logo-150Für die Hagelgilde Versicherungs-Verein a.G. war 2013 ein Unterschadenjahr – auch wenn branchenweit außergewöhnlich hohe Hagelschäden entstanden. Bei den 6.800 Verträgen verteilt auf knapp eine halbe Million Hektar Fläche verzeichnete der Spezialversicherer aus dem Norden einen deutlichen Rückgang der Schadenssumme um mehr als 50 Prozent.

Der Einsparten-Versicherer, der überwiegend Getreide und Raps gegen Sturm und Hagel versichert, ist vorrangig in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern tätig und erhielt im Berichtsjahr nur 153 (219) Schadenmeldungen, von denen 93 (97) zu regulieren waren. Brutto wurden für Versicherungsfälle 1,67 Mio. Euro (minus 53,5 Prozent), netto 1,57 Mio. Euro (minus  40,1 Prozent) aufgewendet. Aufgrund des Unterschadenjahres und der verhältnismäßig hohen Prämieneinnahme von brutto 3,93 Mio. Euro (plus 2,6%) konnten die Reserven wieder aufgefüllt werden, so der Geschäftsbericht 2013. Der Posten „Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen“, welcher die gesamten versicherungstechnischen Rückstellungen ausmacht, nahm auf knapp 1,39 (0,43) Mio. Euro zu. Zudem wurde der Jahresüberschuss von 205.000 Euro wiederum voll in die Verlustrücklage eingestellt, die damit 1,62 (1,41) Mio. Euro erreichte.

Das Beitragsplus resultiert aus einer um 1,6 Prozent auf 438.643 Hektar gestiegenen versicherten Anbaufläche und einer um sieben Prozent auf 766,2 Mio. Euro erhöhten Versicherungssumme. Netto verblieben 3,22 (3,25) Mio. Euro Prämie in den Büchern. Die Versicherungssumme nahm 2013 erneut im Zuge höherer Marktpreise für Agrarprodukte zu. Nach Einschätzung des Vorstands werden die Versicherungssummen wegen der rückläufigen Preisentwicklung bei Getreide 2014 eher leicht zurückgehen. Der Versicherungsbestand verkleinerte sich 2013 aufgrund eines Sondereffektes auf 6.819 (7.144) Verträge. Nach der gesetzlichen Klarstellung der versicherungssteuerlichen Behandlung der Sturmversicherung wurde das Sturmrisiko auf Antrag der Mitglieder wieder mit dem Hagelrisiko zu einem Vertrag zusammengeführt.Unverändert gibt es Wachstumspotenzial bei Maisflächen, die bisher 15 Prozent des Versicherungsbestands ausmachten und vielfach noch nicht gegen Sturm- und Hagelschäden abgesichert seien, erklärt der Vorstand im Ausblick. Erstmals werden differenzierte Tarifvarianten angeboten. Die Unterschiede liegen dabei in der Höhe des Eigenanteils im Schadenfall.

Hauptschadentag war der 27. Juli mit insgesamt 61 Schäden. Die Ausläufer eines Hagelsturms, welcher in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen heftigste Sach- und Pflanzenschäden verursacht hatte, trafen auf die erntereifen Kulturen in Ostholstein. Alle Kulturen waren betroffen, außer der Gerste, die zu diesem Zeitpunkt fast komplett geerntet war. (lie)

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