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Gutes Wetter macht Concordia froh

13.04.2015 – Nach einem “tollen” Jahr 2013 mit Rekordgewinn, haben die Concordia-Versicherungen in Hannover 2014 dieses Ergebnis noch einmal getoppt. Dies gelang im 150jährigen Jubiläumsjahr aber nur Dank eines Aktiendeals, der in der Konzernrechnung 54 Mio. Euro in die Kassen spülte und bei der Muttergesellschaft 31 Mio. Euro, wie Vorstandschef Heiner Feldhaus bei der Vorlage der Zahlen erläuterte. Verkauft wurden 1,7 Prozentpunkte des Anteile von 4,9 Prozent an der E+S Rückversicherung.

Ohne diesen Sonderertrag hätte sich der Konzerngewinn deutlich auf 24,4 (Vorjahr: 33,7) Mio. Euro und der Gewinn der Mutter auf 19,0 Mio. Euro (Vorjahr: 27,2 Mio.) verringert. Als Gründe für den Gewinnrückgang nannte Feldhaus die Kosten für die Restrukturierung der polnischen Tochter sowie die Zuführungen zu den Pensions- und Schwankungsrückstellungen und den Verzicht auf Gewinnabführungen der Lebenstochter. Die Beitragseinnahmen erhöhten sich im Konzern auf 813,0 Mio. Euro (Vorjahr: 801,4 Mio.). Wachsende Sorgen bereitet jedoch die Zinsentwicklung. Sie erforderte bei der Tochter Concordia oeco Leben eine Aufstockung der Zinszusatzreserve auf 21,0 (Vorjahr: 12,2) Mio. Euro.

Die Beitragseinnahmen stiegen 2014 um 2,9 Prozent auf 398,7 Mio. Euro. Zu dem Wachstum trugen alle Sparten bei, vor allem aber die Unfall-, Sach- und Wohngebäudeversicherung, wobei bei letzterer neuerliche Anbebungen der „nicht auskömmlichen“ Tarife durchschlugen. Die Schaden-/Kostenquote reduzierte sich nach den außerordentlichen Sturm- und Hagelschäden des Vorjahres auf brutto 90 Prozent (2013: 97,5) Prozent. Das versicherungstechnische Ergebnis schloss mit einem Plus von 15,0 Mio. Euro (2013: 9,4 Mio. Euro). Trotz wachsender Kapitalanlagen schmolzen die Kapitalerträge ohne Sondereinflüsse auf 32,4 Mio. Euro (2013: 37,9 Mio.) ab.

Die vorher getrennten Lebensversicherungstöchter Concordia Leben und oeco capital Leben, die im vergangenen Jahr verschmolzen wurden, erzielten ein über dem Marktdurchschnitt liegendes Wachstum des Neuzugangs. Die gebuchten Bruttobeiträge erhöhten sich allerdings nur leicht um 0,1 Prozent auf 184,2 Mio. Euro. Der Rohüberschuss verminderte sich nach Zinszusatzreserve, Direktgutschrift und Aufwand für Beitragsrückerstattungen auf 13,9 Mio. Euro (2013: 24,6 Mio.). Der Rückgang wurde ohne kaum realisierte stille Reserven aus eigener Kraft bewältig, wie der Vorstand betont. Dies sei allerdings in Zukunft nicht zu halten. Ein starkes Neugeschäft und um 4,2 Prozent auf 47,9 Mio. Euro gestiegene Beitragseinnahmen weist die Concordia Kranken auf.

Im laufeden Jahr sieht Feldhaus die Concordia-Versicherungen im Inland weiter auf Wachstumskurs. Für das Gesamtjahr erwartet er ein Ergebnis, das spürbar unter den sehr guten Werten des Berichtsjahres liegen werden. Die Schadenquote habe sich in den ersten beiden Monaten 2015 bereits erhöht. Die Schäden durch das Orkantief „Niklas“, das Ende März/Anfang April über Deutschland fegte, seien konkret noch nicht messbar, dürften jedoch in die Millionen gehen. Feldhaus rechnet damit, dass das „Glück aufgebraucht“ ist und setzt darauf, dass 2015 wenigstens nur ein „normales Schadenjahr sein wird. (cs)

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