Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

Günstige Katastrophenlage rettet Meisters letzte Bilanz

27.03.2015 – dieter_meister_generaliDer deutsche Generali-Konzern ist 2014 mit 422 Mio. Euro Nachsteuergewinn nicht nur unter dem Vorjahresniveau geblieben, sondern auch hinter den eigenen Planungen. Dennoch bewertet Dietmar Meister seinen letzten Konzernabschluss als Vorstandschef als “zufriedenstellend”. Zum 1. April wechselt er an die Spitze des Aufsichtsrates. Seine Nachfolge tritt Giovanni Liverani (50), der aktuell das Generali-Geschäft in der EMEA-Region verantwortet.

Im Vorjahr hatte Meister für den Konzerngewinn eine Spanne von 450 bis 460 Mio. Euro in Aussicht ausgestellt. Das Vorsteuerergebnis legte 2014 zwar um knapp 21 Prozent auf 680 Mio. Euro dank des Wachstums in Komposit und der dort auf 93,6 Prozent (2013: 95,7 Prozent) verbesserten Combined Ratio zu. Das Nachsteuerergebnis fiel indes um knapp fünf Prozent infolge einer höheren Steuerbelastung und fehlender Sondereffekte, die das Vorjahresergebnis begünstigt hatten.

Belastet hat vor allem die Zuführung von 950 Mio. Euro (2013: 458 Mio.) zur Zinszusatzreserve. Dazu waren auch stille Reserven “versilbert” worden. Insgesamt wurden 802 Mio. Euro (2013: 722 Mio.) Abgangsgewinne aus dem Verkauf von Wertpapieren realisiert (siehe DOSSIER).

Nachdem das Einmalbeitragsgeschäft 2012 und 2013 aus unterschiedlichen Gründen in den verschiedenen Gesellschaften “gepusht” worden sei, habe man sich nun bewusst zurückgehalten. Damit sank das gesamte Beitragsaufkommen des Konzerns um 6,7 Prozent auf 16,84 Mrd. Euro; das entspricht einem Marktanteil von 8,8 Prozent (2013: 8,7 Prozent).

Nach dem die deutsche Gruppe durch das Squeeze-out der letzten freien Aktionäre vollständig zur Triester Assicurazioni Generali S.p.A. gehört, wird kein Konzernjahresabschluss mehr erstellt. (lie)

Bild: Dieter Meister (Quelle: Generali)

Tags:
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten