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Signal Iduna: 15 Mio. Euro Schäden für NRW-Unwetter

19.06.2014 – leitermann-idunaAuf der Bilanzpressekonferenz der Dortmunder Signal-Iduna-Gruppe ging es naturgemäß um Geschäftsergebnisse 2013, aber nicht nur. Vorstandschef Ulrich Leitermann sprach über aktuelle Branchenthemen wie die Regelung der Bewertungsreserven. Er habe wenig Hoffnung, dass die Branche den „Unfug” einer 90-Prozent-Beteiligung und einer Provisionskappung noch „wegbekommen” könne.

„Die Anrechnung der Bewertungsreserven im Jahr 2008 war ein Fehler, den der Gesetzgeber korrigieren muss – es ist falsch, dafür eine Gegenleistung einzufordern“ konstatierte Vorstandschef Ulrich Leitermann. Auf Nachfrage gab er aber zu, dass keine Regelung zum jetzigen Zeitpunkt „auch schwierig“ wäre. Angesichts der Stimmung in den Bundesländern und dem Zeitdruck, den die Bundesregierung aufgebaut hat, hat er wenig Hoffnung, dass die Branche den „Unfug“, wie die 90-Prozent-Beteiligung und die Provisionskappung, noch wegbekommen kann. Aktuell gehe es darum, „die schlimmsten Untaten zu verhindern“.

Mit den Geschäftsergebnissen des eigenen Unternehmens ist Leitermann deutlich zufriedener. Insgesamt erzielte die Gruppe 2013 ein Beitragswachstum von 1,9 Prozent auf 5,56 Mrd. Euro, wobei insbesondere die Lebensversicherer der Gruppe um 6,6 Prozent auf 1,55 Mrd. Euro zulegten und damit besser als der Marktdurchschnitt von vier Prozent waren.

In der Krankenversicherung gingen die gebuchten Bruttobeiträge dagegen um 1,2 Prozent auf 2,74 Mrd. Euro zurück. Ein Grund dafür war die Einführung eines Notlagentarifs zum 1. August 2013 als Folge des Gesetzes zur Beseitigung sozialer Überforderung bei Beitragsschulden in der Krankenversicherung. Er ermöglichte Kunden, die ihre Prämien nicht mehr zahlen konnten und auch mit dem Basistarif finanziell überfordert waren, rückwirkend auf eine Prämie von 79,10 Euro umzustellen und so schuldenfrei zu werden. Allerdings führte das zu einem Rückgang der Beitragseinnahmen um rund 33,7 Mio. Euro.

Bei der Kompositversicherung wuchsen die gebuchten Bruttobeiträge um 3,1 Prozent auf 1,16 Mrd. Euro – die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich durch Naturkatastrophen um 13,2 Prozent. Auch in diesem Jahr gab es bereits hohe Schäden. Leitermann rechnet allein für das Unwetter in Nordrhein-Westfalen am Pfingstmontag mit 13 bis 15 Mio. Euro. (sgk)

Den ausführlichen Bericht über die Geschäftsjahresergebnisse lesen Sie in der Juli-Ausgabe der Versicherungswirtschaft.

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