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Grundeigentümer hat mit Wohngebäudesparte zu kämpfen

24.07.2015 – Haus_Thorben Wengert_pixelio.deDie Grundeigentümer Versicherung will Wohngebäudeversicherungen jetzt im Paket mit Hausratversicherungen verkaufen. Für den Kunden habe das den Vorteil, dass die Schäden aus einer Hand reguliert werden, argumentieren die Hamburger. Zum Jahresbeginn haben sie die Beiträge in der defizitären Wohngebäudeversicherung um 12,6 Prozent erhöht.

Erhebliche Belastungen hat die Grundeigentümer Versicherung derzeit zu verkraften. Im vergangenen Jahr war die Schadenquote bei dem Hamburger Unternehmen um 0,9 Prozentpunkte auf 73,4 Prozent (brutto) gestiegen. Der mit Haus & Grund kooperierende Versicherer reagiert mit drastischen Preiserhöhungen in der Wohngebäudeversicherung. Mit 25,9 Mio Euro Beitragseinnahmen (+ neun Prozent) ist dies die mit Abstand führende Sparte. Insgesamt stiegen die Bruttobeitragseinnahmen des Gegenseitigkeitsversicherers um 2,5 Prozent auf knapp 39 Mio. Euro.

Mit umfangreichen Maßnahmen versucht das Management die Zahlungsfähigkeit des Versicherers sicherzustellen. Im vergangenen Jahr wurde die Nachschusspflicht für die Versicherten wieder eingeführt. Abhängig von der Schadenbelastung in diesem Jahr könnten im kommenden Jahr weitere Prämienerhöhungen folgen, heißt es im Geschäftsbericht des Unternehmens.

Der Jahresüberschuss von 3,2 Mio. Euro (Vorjahr: – 1,3 Mio. Euro) nährt sich aus den Kapitalanlagen. Die Grundeigentümer hat ihre Immobilien auf die Unternehmenseigene GET Service Immobilien übertragen und dabei stille Reserven realisiert. An der Hamburger Großen Bäckerstraße 7 residiert das 1891 gegründete Unternehmen jetzt bei der GET zur Miete. Dadurch stieg das Eigenkapital von 9,6 auf 12,8 Mio Euro.

Durch verschiedene Maßnahmen realisierte man Entnahmen aus den Schwankungsrückstellungen, die von 9,1 auf knapp sechs Mio. Euro sanken. Trotz der hohen Schadenbelastung im vergangenen Jahr habe man eine Preiserhöhung für die Rückversicherung abgewendet, heißt es im Geschäftsbericht. Dafür zediert die Grundeigentümer (“Pro domo et familia”) jetzt die Hälfte ihres Haftpflichtbuchs, das im vergangenen Jahr auf 7,3 Mio. Euro (+ 5,4 Prozent) Beitragseinnahmen kam. (ba)

Bildquelle: Thorben Wengert / pixelio.de

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