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Greco schnallt den Gürtel enger

18.11.2016 – Mario Greco - ZurichZurich setzt sich neue Finanzziele, möchte rentabler werden und sich für die Zukunft positionieren. Konzernchef Mario Greco umriss auf dem Investor Day die genauen Pläne. Insgesamt sollen 1,5 Mrd. US-Dollar eingespart werden und die Dividendenpolitik verändert werden. Künftig sollen rund 75 Prozent des Überschusses an die Eigentümer ausgezahlt werden. Das ist aber nicht alles.

Für den Zeitraum von 2017 bis 2019 strebt die Gruppe folgende Ziele an:

  • Eine Eigenkapitalrendite basierend auf dem Betriebsgewinn nach Steuern (BOPAT ROE) von mehr als 12 Prozent ab 2017, die im Zeitraum weiter steigen soll
  • Nettoeinsparungen von 1,5 Mrd. US-Dollar bis 2019, auf Basis von 2015
  • Mittelzuflüsse von mehr als 9,5 Mrd. US-Dollar
  • Eine gegenüber den vorherigen Finanzzielen unveränderte Quote des Zurich Economic Capital Model (Z-ECM) von 100 bis 120 Prozent
  • Eine neue Dividendenpolitik mit einem anvisierten Ausschüttungssatz von rund 75 Prozent des den Aktionären zurechenbaren Reingewinns nach Steuern (NIAS). An einer unveränderten Dividende von 17 Schweizer Franken pro Aktie soll festgehalten werden, wobei die Dividende im Hinblick auf den anvisierten Ausschüttungssatz wachsen soll.

Group Chief Executive Officer Mario Greco kommentiert: “Zurich ist ein grundsolider Versicherungskonzern, mit einer führenden globalen Position im Bereich Unternehmensversicherung, einer sehr starken Kapitalbasis und einer Marke, der die Kunden vertrauen. In den kommenden drei Jahren werden wir uns auf die Umsetzung fokussieren, um die Profitabilität durch Zuflüsse von hoher Qualität zu steigern. Wir werden uns abheben, indem wir erstklassige Dienstleistungen erbringen. Wir passen unser Geschäft an die neuen Marktrealitäten an, um für die Zukunft bestens gerüstet zu sein. In einer sich verändernden Wettbewerbslandschaft werden wir stärker und schaffen so eine solide Grundlage für künftiges Wachstum.”

Weiter führt er aus: “Wir sind sehr zuversichtlich, unsere ehrgeizigen finanziellen Ziele zu erreichen und wir engagieren uns, das Unternehmen mit großer Disziplin voranzubringen. Wir haben das Managementteam, das es dazu braucht; wir haben die für den Erfolg notwendigen Verantwortlichkeiten eingeführt und binden die Mitarbeitenden aktiv ein, damit sie ihren Beitrag zur erfolgreichen Zukunft von Zurich leisten. Dadurch sind wir gut positioniert, die Ergebnisse nachhaltig zu steigern, was es uns auf lange Sicht ermöglicht, mehr Kapital an die Aktionäre auszuschütten.”

Der Fokus der neuen Strategie liegt auf der Erhöhung der Rentabilität. Dadurch wird Zurichs Position als führender globaler Versicherer von Lebens- sowie Sach- und Schadensrisiken konsolidiert. Aufbauend auf der starken Marke Zurich vertieft die Gruppe ihre Kundenbeziehungen, vereinfacht ihr Geschäft weiter und senkt die Kosten beträchtlich. Auf der operativen Ebene will die Zurich Komplexität reduzieren und den Mitarbeitenden mehr unternehmerische Verantwortung übertragen.

Im Bereich Commercial wird Zurich ihre technische Expertise weiter verbessern und die einheitliche Vermarktungsstrategie stärken sowie die Leistung im Underwriting verbessern, um im Bereich Unternehmensversicherungen rentabler zu werden. Im Bereich Retail zielen die Schweizer nach eigenen Angaben darauf ab, ihr Angebot durch höhere Kundenzufriedenheit und größere Kundentreue zu differenzieren. Erreicht werden soll dies durch die Stärkung der digitalen Fähigkeiten und der Anwendung von Kennzahlen wie dem Net-Promoter-Score, was ein besseres Verständnis für die Bedürfnisse und Präferenzen der Kunden ermöglicht.

Der Konzern plant, die Vertriebskooperationen zu vertiefen und durch zusätzliche Bank- und andere Vertriebsvereinbarungen auszubauen. Das Angebot für Kleinunternehmen und deren Inhaber soll verbessert werden, indem sich die Zurich auf einheitliche Dienstleistungsstandards in ihren Schlüsselmärkten fokussiert. (vwh/mv)

Bild: Mario Greco (Quelle: Zurich)

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