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Gothaer-Studie: Nach Verkehrsunfällen suchen Deutsche Vertraute

25.10.2013 – auto-unfallFür mehr als zwei Drittel der Deutschen wirken Vertraute nach einem Verkehrsunfall beruhigend. Zur berühmten Zigarette greift mit 16,7 Prozent nur jeder sechste. Das ergab eine repräsentative GfK-Meinungsumfrage von 1.006 Bürgern im Auftrag der Gothaer.

Der Versicherer wollte vor dem Hintergrund der im Herbst steigenden Unfallzahlen wissen, wie sich die Bürger nach einem Verkehrsunfall verhalten. 56,6 Prozent der Befragten gaben ab, nach einem Unfall erst einmal ihren Ehepartner anzurufen, um davon zu berichten. Gefragt sind auch der Kontakt zu Eltern (16,2 Prozent), Kindern (10,4 Prozent), und Versicherern (10 Prozent).

Der Griff zur Beruhigungszigarette hat nur eine geringe Bedeutung. Mit 20 Prozent greifen jedoch weitaus mehr Männer als Frauen (13,6 Prozent) zur „Zigarette danach”. Als eine Raucherhochburg bestätigt sich in diesem Kontext Mecklenburg-Vorpommern. 28,8 Prozent zünden sich nach einem Verkehrsunfall eine Zigarette an.

Mit einem Unfall verbinden sich häufig traumatische Erlebnisse. Der erste Gedanke der Bürger kreist deshalb um die Gesundheit. 45,1 Prozent möchten zuerst Informationen zur Gesundheitsvorsorge nach einem Unfall. Sie wollen also wissen, welche Folgen daraus entstehen können und was erste sinnvolle Maßnahmen sind. Bei Frauen (47,5 Prozent) und älteren Menschen ist der Wunsch nach Gesundheitstipps nach einem Unfall besonders ausgeprägt.

Jeder achte Unfall endet mit einem sogenannten Personenschaden, wobei „Prellungen und Schleudertrauma” typisch sind, sagt Gothaer Schadenexperte Heribert Doch. Eine vergleichsweise geringe Bedeutung hat für die Deutschen nach einem Verkehrsunfall die Frage um den Schadenersatz (23,1 Prozent) und um die Reparatur des Autos (19,2 Prozent).

2,4 Millionen polizeilich erfasste Verkehrsunfälle ereignen sich jedes Jahr auf Deutschlands Straßen – rechnerisch also jeden Monat 200.000. Im Jahr 2012 registrierte die Polizei im Oktober 216.000 Unfälle. Die Monate November und Dezember lagen mit jeweils über 210.000 ebenfalls weit über dem Durchschnitt. „Im Januar sinken die Unfall zahlen wieder, sagt Doch. Dann hätten sich die meisten Verkehrsteilnehmer an die erschwerten Verhältnisse in der Dunkelheit gewöhnt.

Foto: Stress nach dem Unfall ist normal, hier hilft der Kontakt zu Freunden und Verwandten. (Quelle: ak)

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