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Gewinneinbruch bei der Zurich

06.11.2015 – zurichAltlasten aus dem Kerngeschäft und hohe Kosten für Großschäden haben der Zurich im dritten Quartal 2015 den Gewinn verhagelt. Wie der Schweizer Versicherer am Donnerstag mitteilte, sank der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 79 Prozent auf 207 Mio. US-Dollar. Der Umsatz sank laut Zurich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um acht Prozent auf 15,776 Mrd. US-Dollar (2014: 17,776 Mrd.).

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres betrug der Gewinn nach Unternehmensangaben 2,5 Mrd. US-Dollar. Dies entspricht einem Minus von 35 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Gesamtumsatz sank laut Zurich ebenfalls um fünf Prozent auf 51,785 Mrd. US-Dollar (2014: 54,733 Mrd. US-Dollar).

Allein die Sparte General Insurance musste im dritten Quartal diesen Jahres einen Verlust von 183 Mio. US-Dollar hinnehmen. Als Hauptgrund dafür gelten laut Versicherer der geschätzte Schaden von 275 Mio. US-Dollar durch die Explosion im Hafen von Tianjin Mitte August. Der Schaden-Kosten-Satz stieg demnach in den ersten neun Monaten dieses Jahres von 96,0 Prozent auf 101,9 Prozent.

Positiv verlief hingegen das Geschäft in der Lebensversicherung. Hier verzeichnete die Zurich im dritten Quartal einen Gewinn von 328 Mio. US-Dollar. Nach Unternehmensangaben haben u.a. geringere Kosten und gewisse Neubewertungen in den Reserven zu dem Ergebnis geführt.

Wie die Zurich weiter mitteilte, sank der Betriebsgewinn von Farmesa in den ersten neun Monaten um sieben Prozent auf 1,1 Mrd. US-Dollar. Als Gründe für den Gewinneinbruch nennt der Versicherer vor allem rückläufige Kapitalerträge und eine höhere Schaden-Kosten-Quote.

“Diese Ergebnisse decken sich mit den vorläufigen Indikationen”, sagt Martin Senn, Vorstandsvorsitzender der Zurich. “Nach einer umfassenden Analyse des Schadenversicherungsgeschäfts haben wir mit der Umsetzung eines Aktionsplans begonnen, um die Performance zu verbessern, die Volatilität zu reduzieren und die Rentabilität rasch wieder zu steigern”, ergänzt der Zurich-Chef.

Demnach soll ein Sparprogramm den Versicherer wieder auf Kurs bringen. In Deutschland sollen deshalb 500 der zuletzt rund 5.500 Arbeitsplätze abgebaut werden. “Das wird eine sehr tiefgreifende Veränderung, eher eine Revolution als eine Evolution”, sagte kürzlich Deutschland-Chef Ralph Brand. Zudem sollen die beiden größten Standorte Bonn und Köln bis Ende 2018 in einem neuen Bürogebäude in Köln zusammengelegt und das Geschäft komplett neu aufgestellt werden. (vwh/td)

Link: Bisherige Finanzergebnisse der Zurich

Bildquelle: Zurich

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