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Gewinneinbruch bei der Swiss Re

04.11.2016 – Mumenthaler_Swiss_reDie Swiss Re hat im Sommer 2016 im Vergleich zum Vorjahr einen deutlichen Gewinneinbruch in seinen Büchern stehen. Wie der Konzern am Donnerstag mitteilte, sank der Gewinn zwischen Juli und September um 16 Prozent auf 1,18 Mrd. US-Dollar (2015: 1,4 Mrd.). Insgesamt beläuft sich der Gewinn des Rückversicherers in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres auf 3,0 Mrd. US-Dollar (Vorjahr: 3,7 Mrd.).

Gleichzeitig stiegen die Prämieneinnahmen in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres nach Unternehmensangaben auf 24,722 Mrd. US-Dollar (2015: 22,555 Mrd.). Dies entspricht einem Plus von 9,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Schaden-Kosten-Quote stieg zudem auf 94,8 Prozent (Vorjahr: 85,7 Prozent). Dabei trugen laut Swiss Re alle Geschäftseinheiten entsprechend zum Geschäftsergebnis bei.

Demnach sank der Gewinn von P&C Re in den ersten neun Monaten aufgrund einer höheren Belastung durch Naturkatastrophenschäden vor allem im zweiten Quartal und einer weniger günstigen Vorjahresentwicklung auf 1,5 Mrd. US-Dollar (Vorjahr: 2,3 Mrd. US-Dollar). Die Prämieneinnahmen stiegen hingegen um 11,8 Prozent auf 12,7 Mrd. US-Dollar (Vorjahr: 11,4 Mrd.).

Die Schaden-Kosten-Quote stieg im Vergleich zum Vorjahr von 84,5 Prozent in 2015 auf nunmehr 93,8 Prozent. Dazu beigetragen haben laut Rückversicherer eine höhere Schadenbelastung, einschließlich der Waldbrände in Fort McMurray, Kanada, und eine Reihe von landwirtschaftlichen Schäden in Europa sowie rückläufigen Marktkonditionen und eine negativen Schadenentwicklung im Vergleich zum Vorjahr.

Der Gewinn von L&H Re sank für die ersten neun Monate auf 635 Mio. US-Dollar (Vorjahr: 781 Mio. US-Dollar). Die Prämienneinnahmen stiegen hingegen um 8,7 Prozent auf 8,5 Mrd. US-Dollar (2015: 7,8 Mrd.). Auslöser für das Prämienwachstum war laut Swiss Re das Neugeschäft in allen Regionen sowie großen Bestandstransaktionen – insbesondere in den USA.

“Unsere Resultate belegen einmal mehr, dass wir dank unserer Underwriting-Disziplin und unserer differenzierten Marktstellung für langfristigen Erfolg gut positioniert sind. Wir konzentrieren uns auch weiterhin auf profitables Wachstum. Darüber hinaus adressieren wir aber auch Deckungslücken in Regionen, in denen Menschen noch immer nicht versichert sind. Man denke nur an die tragischen Erdbeben in Italien – einem Land, in dem durchschnittlich nur knapp über einem Prozent der Wohnhäuser gegen Erdbeben versichert sind. Diese Art Deckungslücken gilt es zu schließen, wobei uns Innovation und Technologie helfen werden”, kommentiert Vorstandschef Christian Mumenthaler die bisherige Geschäftsentwicklung der Swiss Re.

Zudem kündigte der Rückversicherer an, heute mit ihrem Aktienrückkaufprogramm im Wert von bis zu einer Mrd. Schweizer Franken. Ziel sei es, Kapital an die Aktionäre zurückzuführen, wenn Überschusskapital vorhanden ist und keine anderen Investitionsmöglichkeiten die internen Rentabilitätskriterien erfüllen. (vwh/td)

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