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Geringe Schadenbelastung für Generali und Zurich

11.11.2016 – Boersenkurs_Rainer Sturm_pixelio.deDie Erdbeben in Italien haben sich kaum auf die Bilanz des italienischen Versicherers Generali ausgewirkt. Wie der Konzern am Donnerstag mitteilte, ging der Gewinn trotzdem aufgrund einer schwächeren ersten Jahreshälfte um knapp sechs Prozent auf 1,6 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,7 Mrd.) zurück. Die Zurich verbuchte hingegen in den ersten neun Monaten einen Betriebsgewinn von 3,4 Mrd. US-Dollar, ein Plus von 36 Prozent.

Wie die Generali weiter mitteilt, sanken die Prämieneinnahmem in den ersten neun Monaten des Jahres um 2,9 Prozent auf 52,1 Mrd. Euro (Vorjahr: 54,2 Mrd.). Hintergrund ist nach Angaben des Versicheres das rückläufige Geschäft in der Lebensparte, wo die Beitragseinnahmen um 4,5 Prozent auf 36,5 Mrd. Euro (Vorjahr: 38,4 Mrd.) gesunken sind.

In der Schaden- und Unfallsparte stiegen die Prämienneinnahmen der Generali hingegen um 1,5 Prozent auf 15,6 Mrd. Euro. “Die heute vorgestellten Ergebnisse bestätigen die Stärke des Geschäftsmodells der Generali. In einem nach wie vor schwierigen Marktumfeld verfolgte Generali ihr diszipliniertes Management im Bereich Leben weiter – verbunden mit dem Ziel, Qualität und Profitabilität in den Vordergrund zu stellen”, kommentiert Alberto Minali, General Manager und Finanzvorstand der Generali Group.

Deutlich positiver verläuft das Geschäftsjahr für die Zurich. Nach einer Schwächephase im ersten Halbjahr stieg der Reingewinn des Schweizer Versicherers nach eigenen Angaben in den ersten neun Monaten des Jahres um etwa elf Prozent auf 2,5 Mrd. US-Dollar. Der Gesamtumsatz blieb mit 51,623 Mrd. US-Dollar (Vorjahr: 51,785 Mrd.) weitgehend stabil.

In der Schadensparte stieg der Betriebsgewinn in den ersten neun Monaten dieses Jahres laut Zurich um 85 Prozent auf 1,8 Mrd. Dollar. Die Schaden-Kosten-Quote sank zudem von 101,9 Prozent auf 98,4 Prozent. Einen weiteren Grund für das deutliche Plus führt der Versicherer zudem auf eine geringe Schadenbelastung sowie das zum Jahresanfang eingeleitete Sanierungsprogramm zurück.

“Zurich hat ihre positive Entwicklung dank der zugrunde liegenden Verbesserungen in allen Kerngeschäftssegmenten fortgesetzt”, kommentiert Finanzvorstand George Quinn die Geschäftsentwickung. “Die Verstärkung des Managementteams und die Vereinfachung der Konzernstruktur sind nun abgeschlossen. Die absoluten Kosten sind weiter zurückgegangen, was auf die zu Anfang des Jahres getroffenen Massnahmen zurückzuführen ist. Wir bleiben zudem stark kapitalisiert mit einer Solvenz, die klar innerhalb unserer Zielvorgaben liegt”, ergänzt der Zurich-Manager.

Demnach soll der Konzernumbau die jährlichen Kosten bis 2018 um eine Mrd. US-Dollar drücken. Davon betroffen sind rund 8.000 der weltweit 55.000 Beschäftigten. In Deutschland sollen dabei 825 Stellen wegfallen.

Auf Wachstumskurs befindet sich auch der spanische Versicherer Mapfre. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, stieg Ergebnis vor Steuern in den ersten neun Monaten des Jahres um 15,5 Prozent auf 1,342 Mrd. Euro. Der Nettogewinn lag mit 572 Mio. Euro um 3,3 Prozent unter dem Vorjahreswert, wobei sich auch schneebedingte Schäden in den USA belastend auf das Ergebnis auswirkten.

Die Prämien belaufen sich auf 17,109 Mrd. Euro, was einem Minus von 1,3 Prozent entspricht. Die Combined Ratio des Konzerns verbessert sich hingegen um 1,5 Prozentpunkte auf 97,2 Prozent. Zudem will Mapfre den Aktionären in diesem Jahr eine Zwischendividende von sechs Cent je Aktie auszahlen. Demnach gewährt der Versicherer eine Dividende von 13 Cent pro Aktie, was einer Auszahlung von etwa 400 Mio. Euro entspricht. (vwh/td)

Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de

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