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Generali will Kosten reduzieren – es drohen Entlassungen

24.11.2016 – Donnet_Generali_Piranha_PhotographyDer in Deutschland zweitgrößte Versicherer will sparen: Das Unternehmen soll profitabler und effizienter werden. Insgesamt scheint das Ziel eine Straffung und Verkleinerung der Strukturen zu sein. In der Presse wird über die Entlassung  mehrerer tausend Angestellter spekuliert. Die return on equity (ROE) soll im Durchschnitt währen der Periode von 2015 bis 2018 bei 13 Prozent liegen.

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte über die Entlassung von 8.000 Mitarbeitern außerhalb Italiens spekuliert. Mehrere Medien, unter anderem die Handelszeitung, hatten die Zahl aufgegriffen. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins Focus bestritt Vorstandschef Philippe Donnet den Abbau in dieser Größenordnung, wollte aber Entlassungen nicht ausschließen. Auf eine genaue Zahl wollte er sich nicht festlegen. Donnet: “In stärker entwickelten Ländern mit sehr langsamem Wachstum bedeutet eine höhere Produktivität, dass wir in bestimmten Fällen möglicherweise die Belegschaft verkleinern.”

Sehr wohl legte sich die Generali aber fest, in welche Bereichen Einsparungen vorgenommen werden sollen. Der Versicherer will eine Milliarde Euro dadurch sparen, dass sich aus unattraktiven Märkten zurückgezogen wird. Weiter sollen “Fit-to-Lead-Programme” zur Steigerung der Produktivität um 15 Prozent führen. Bis ins Jahr 2019 sollen in den “mature markets” Betriebskosten in Höhe von 200 Mio. Euro eingespart werden.

Im Bereich Leben ist eine Reduzierung des durchschnittlichen Garantiewerts auf 1,5 Prozent und eine Neugewichtung des Bestands bis 2018 geplant. Bis ins selbe Jahr 2018 soll die Kundenbindung um zwei und die Markenpräferenz um drei Prozent gesteigert werden.

Zu den Plänen der Generali sagt Donnet: “[…] Unser Ziel ist Leadership in unseren ausgewählten Märkten, und zwar nicht bezogen auf Umsatz, sondern auf Ertrag. Wir werden unsere operative Performance weiter steigern und langfristige Werte schaffen. Wir werden unsere Effizienz durch deutliche Produktivitätssteigerungen verbessern, und wir werden unsere geografische Präsenz optimieren und uns gleichzeitig Investitionen in den interessantesten Wachstumsmärkten sichern. Unseren Wettbewerbsvorteil bei technischer Performance und ausgezeichneter Rentabilität werden wir sowohl in Schaden/Unfall als auch in Leben weiter ausbauen und verbessern, um so die Auswirkungen langanhaltender negativer Marktbedingungen mehr als auszugleichen. Schließlich werden wir uns auf Kunden und Vertriebe fokussieren, indem wir auf Data Analytics und innovative Telematik-Produkte setzen.”

Vor kurzem hatte mit der Zurich ein weiterer großer Versicherer ein Sparprogramm angekündigt – VWheute berichtete.

Bild: Philippe Donnet (Quelle: Piranha Photography)

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