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Generali sieht neues Geschäftsmodell bestätigt

01.08.2016 – Donnet_Generali_Piranha_PhotographyBei der Generali-Gruppe gingen im 1. Halbjahr 2016 sowohl die Beitragseinnahmen wie der Gewinn zurück. Regional gesehen zeigten sich recht unterschiedliche Entwicklungen. Im deutsche Geschäft sanken die Beitragseinnahmen sowohl in der Lebens- wie in der Kompositversicherung. In letzterem Segment verbesserte sich hier aber – anders als im Konzern insgesamt – das operative Ergebnis.

“Die technische Performance unseres Geschäftes in den ersten sechs Monaten ist trotz der extrem negativen Marktbedingungen solide und ermutigend”, wertet Philippe Donnet, neuer Vorstandschef der Generali Gruppe, das Halbjahresergebnis des Konzerns. Angesichts zunehmend unsichereren makroökonomischen und politischen Umfeld, hoher Volatilität an den Kapitalmärkten und extrem niedriger Zinsen sowie der zusätzlichen Verschärfung der Lage durch Naturkatastrophen-Schäden im Mai und Juni in Europa sieht er damit die Effektivität des Geschäftsmodells bestätigt. Die Generali befindet sich seit geraumer Zeit weltweit in einer kräftigen Umbauphase.

In Zahlen stellt sich die aktuelle Situation der Generali so dar: Die weltweiten Prämieneinnahmen sanken im ersten Halbjahr 2016 im Vergleich zu den ersten beiden Quartalen 2015 um 2,1 Prozent auf knapp 37 Mrd. Euro, wobei sie im Kompositgeschäft vor allem dank der Kfz-Versicherung um 1,3 Prozent auf 11,1 Mrd. Euro zulegten und in der Lebensversicherung um 3,5 Prozent auf 25,8 Mrd. Euro sanken.

Das operative Ergebnis verminderte sich aufgrund der Kapitalmarktlage im Lebenssegment um 3,5 Prozent auf 1,65 Mrd. Euro und in der Kompositversicherung trotz einer insgesamt von 92,6 auf 92,3 Prozent verbesserten Kosten-Schaden-Quote um 5,6 Prozent auf 1,04 Mrd. Euro. Beim nicht-operativen Ergebnis stieg der Verlust von 484 Millionen auf 620 Millionen Euro. Unter dem Strich reduzierte sich das gesamte Periodenergebnis um 9,9 Prozent auf 1,18 Mrd. Euro.

Regional betrachtet gingen die Prämieneinnahmen in der Lebensversicherung im deutschen Geschäft von 7,17 Mrd. Euro auf 6,35 Mrd. Euro zurück. Ein deutlicher Zuwachs – von 807 Mio. auf 1,5 Mrd. Euro – konnte hier nur in Asien verzeichnet werden. Dort schrumpfte in diesem Segment jedoch zugleich das operative Ergebnis von 115 Mio. auf 38 Mio. Euro, während es sich in einigen Märkten wie Frankreich oder Zentral- und Osteuropa verbesserte. Im deutschen Geschäft ging es allerdings ebenfalls – von 200 Mio. auf 190 Mio. Euro – zurück.

In der Kompositversicherung legten die Prämieneinnahmen in nahezu allen Ländern zu, aber nicht auf den drei wichtigsten Märkten der Generali. In Italien gingen sie von 2,93 Mrd. auf 2,82 Mrd. Euro zurück, in Frankreich von 1,38 Mrd. auf 1,37 Mrd. Euro und in Deutschland von 2,14 Mrd. auf 2,13 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis verbesserte sich hier im deutschen Geschäft jedoch von 198 Mrd. auf 208 Mrd. Euro, während es sich in Italien und Frankreich ebenso verschlechterte wie in Zentral- und Osteuropa, in Österreich, der Schweiz oder Spanien sowie in Asien. Eine deutliche Verbesserung konnte dagegen in Amerika verzeichnet werden.

Ihre Zukunftsperspektive sieht die Generali laut Halbjahresbericht vor allem im Bereich der Kompositversicherung. Hierbei werde jedoch angesichts weiter sinkender Ergebnisse aus den Kapitalanlagen der Fokus ebenfalls stark auf die Verbesserung des technischen Ergebnisses gelegt.

Künftig will Konzernchef Donnet stärker auf das Schadens- und Unfallgeschäft setzen. Zudem wolle der Versicherer künftig auf Übernahmen verzichten und stattdessen auf eine aktionärsfreundliche Firmenpolitik betreiben. Demnach sollen die Aktionäre auch weiterhin eine solide Dividende erhalten.

Zudem kündigte Donnet die Überweisung von 200 Mio. Euro an den von der italienischen Regierung verwaltetem Fonds Atlante an, mit dem die Probleme des Bankensektors des Landes angepackt werden sollen. (rem)

Bild: Philippe Donnet, Vorstandsvorsitzender der Generali (Quelle: Generali / Piranha Photography)

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