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Generali gibt klassische Lebensversicherung auf

22.05.2015 – GeneraliDie Generali wird ihr Deutschland-Geschäft demnächst von München aus steuern. In der Lebensversicherung möchte der Konzern weg vom Verkauf klassischer Sparprodukte. Zudem kündigt die neue Führung unter Giovanni Liverani an, dass sie bei der Generali Kosten einsparen wird. Details dazu will man mit dem Betriebsrat aushandeln.

Mit einem neuen Führungsteam wird Giovanni Liverani das Deutschland-Geschäft der Generali demnächst von München aus steuern. Dazu wird man eine Generali Deutschland AG gründen, in der die Generali Deutschland Holding, die Generali Leben und die Generali Versicherung AG zusammengeführt werden. “Deutschland wird in den kommenden Jahren eine Schlüsselrolle dabei einnehmen, erstklassige Versicherungsleistungen zu erbringen und die Attraktivität für unsere Aktionäre weiter zu verbessern”, sagt Konzernchef Mario Greco. Deutschland ist der zweitgrößte Markt des italienischen Versicherungskonzerns.

Aus Solvenzgründen will man in Zukunft keine klassischen Lebensversicherungen mehr verkaufen, abgesehen von der betrieblichen Altersvorsorge. Das wird man Schritt für Schritt umsetzen. “Das Angebot an fondsgebundenen Versicherungen, hybriden Sparprodukten und Risikoversicherungen soll verstärkt werden”, heißt es in einer Pressemitteilung aus Köln. Zudem will man die Produkte auf die digitale Transformation ausrichten, von der Telematik über Domotik und Wellnessmanagement bis hin zu Wellnessmanagement und den umstrittenen “Vitality-Services”, einer Krankenversicherung für Menschen, die ihre Gesundheitsperformance messen.

Gleichzeitig kündigt die neue Führung unter Liverani an, dass sie Kosten reduzieren will. “Bei den Kosteneinsparungen liegt der Fokus überproportional auf den Sachkosten”, teilt die Generali mit. Sowohl in der Schadens- als auch in der Lebensversicherung operieren Aachen Münchener und Generali leicht teurer als der Marktdurchschnitt. Um dies zu ändern, will Liverani eine einfachere IT-Plattform für die Landesgesellschaften einrichten. “Gleichzeitig werden Back-Office-Tätigkeiten ohne Kundenkontakt, die derzeit sehr fragmentiert sind, auf Landesebene in die Generali Deutschland Services integriert”, teilt man mit. Die vertriebliche Ausrichtung bleibt von dem Umbau unberührt. (ba)

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