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Generali erzielt Rekordgewinn

21.03.2016 – Donnet_Generali_Piranha_PhotographyDie Generali hat im Geschäftsjahr 2015 trotz höherer Schäden durch Naturkatstrophen einen Rekordgewinn von zwei Mrd. Euro erzielt. Dies entspricht einem Plus von 21,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2014: 1,7 Mrd. Euro). Bereits am Donnerstagabend bestätigte die Generali, dass Philippe Donnet (55) zum neuen Vorstandschef berufen wurde. Ihm zur Seite steht Finanzchef Alberto Minali als Generaldirektor.

Das operative Ergebnis stieg laut Unternehmen um sechs Prozent auf 4,8 Mrd. Euro Getrieben wurde der Gewinnanstieg von der niedrigen Schaden-Kosten-Quote in der Sachversicherung (93,1 Prozent). Die Prämieneinnahmen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um rund fünf Prozent auf 74,2 Mrd. Euro. Dabei legte vor allem die Lebensversicherungssparte deutlich zu.

In Deutschland stieg der Gewinn aus dem Lebensversicherungsgeschäft um 17 Prozent auf 439 Mio. Euro. Den größten Gewinnsprung erwirtschafteten die mittel- und osteuropäischen Staaten mit einem Plus von 57,6 Prozent auf 228 Mio. Euro. In Asien verbuchte die Generali im Segment Lebensversicherungen einen Gewinn von 94,9 Prozent auf 95 Mio. Euro.

Wie die Generali am Freitag weiter mitteilte, steigt die Dividende um 20 Prozent auf 72 Cent je Aktie (2014: 60 Cent je Aktie). Analysten zeigten sich hingegen enttäuscht, da sie mit einem besseren Jahresergebnis gerechnet hatten. An der Börse in Mailand verlor die Generali-Aktie am Freitagmorgen zeitweise drei Prozent an Wert und lag zuletzt noch mit 2,23 Prozent im Minus bei 13,57 Euro.

Die Deutschlandtochter der Generali erzielte 2015 mehr Gewinn mit weniger Mitarbeitern. So beträgt das operative Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres 792 Mio. Euro (2014: 754 Mio.). Bei den Prämieneinnahmen verzeichnete der Versicherer in der Lebensparte ein Plus von 3,4 Prozent auf 14,1 Mrd. Euro (2014: 13,7 Mrd.).

In der Sparte Unfall- und Sachversicherungen verbuchte die Generali einen leichten Anstieg um 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 3,6 Mrd. Euro (2014: 3,5 Mrd.). Getrieben worden sei das Ergebnis vor allem von einem Plus in der Kfz-Versicherung um 2,7 Prozent. Der Marktanteil in Deutschland blieb 2015 konstant bei 5,7 Prozent.

Insgesamt sank Marktanteil der Generali in Deutschland hingegen auf 10,7 Prozent (2014: 11,5 Prozent). Die Zahl der Mitarbeiter sank leicht auf 12.998 (2014: 13.397).

“Das positive Ergebnis für 2015 verdeutlicht die Qualität des Turnaround-Plans, den das Unternehmen in den letzten Jahren umgesetzt hat, und der im vergangenen Jahr eingeführten neuen Strategie. Aufgrund dieser Ergebnisse können wir den Aktionären auf der Hauptversammlung eine Dividende je Aktie von 0,72 Euro vorschlagen, was im Vergleich zum Vorjahr einer Steigerung von 20 Prozent entspricht”, kommentierte Interimschef Gabriele Galateri di Genola das Ergebnis.

“Das ist ein exzellenter Start in eine neue Phase, die mit der Ernennung von Philippe Donnet zum neuen Group CEO begonnen hat. Diese Wahl wie auch die Ernennung des Group CFO Alberto Minali als General Manager zeigen, wie wichtig die Nutzung interner Ressourcen für die Generali ist. Beide Manager sind Führungskräfte mit herausragenden internationalen Erfahrungen und verfügen über fundierte Kenntnisse des Versicherungsgeschäfts. Ihre Ernennung wird von den Märkten sehr positiv aufgenommen. Die Generali Group beweist damit auch ihre Fähigkeit, eigene Talente zu fördern”, ergänzte Galateri di Genola. (vwh/td)

Bild: Philippe Donnet (Quelle: Generali / Piranha Photography)

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