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Generali Deutschland: Gewinn steigt – Beiträge sinken

20.08.2014 – MeisterDie Gesamtbeiträge der Generali Deutschland Gruppe gingen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 13,7 Prozent auf 8,6 Mrd. Euro zurück. Das geht aus dem Halbjahresbericht des zweitgrößten deutschen Erstversicherungs-Konzerns hervor. Als Begründung für das Minus wird die zurückhaltende Zeichnungspolitik beim Neugeschäft gegen Einmalbeitrag in der Lebensversicherung angeführt.

In der größten Sparte sanken die Gesamtbeiträge aus dem selbst abgeschlossenen Geschäft inklusive Sparanteilen und Beiträgen aus Investmentverträgen von 6,8 auf 5,4 Mrd. Euro. Das Neugeschäft der Lebensversicherer der Generali ging um 4,4 Prozent auf 347 Mio. Euro zurück. „Die politisch motivierten niedrigen Zinsen führen zu einer sinkenden Bereitschaft der Bevölkerung, für eine eigenverantwortliche Altersvorsorge zu sparen. Angesichts der demografischen Herausforderungen ist diese Entwicklung zunehmend kritisch zu sehen“, betont Konzernchef Dietmar Meister. Dagegen konnten die Sachversicherer der Gruppe ihre Beitragseinnahmen um 2,9 Prozent auf 2,1 Mrd. Euro erneut ausbauen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank die Combined Ratio trotz des Pfingst-Unwetters „Ela“ deutlich von 96,1 Prozent auf 93,6 Prozent. In der Krankenversicherung gingen die Beitragseinnahmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,0 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro zurück.

Aufgrund operativer Verbesserungen und eines gesteigerten Kapitalanlageergebnisses in den ersten sechs Monaten wurde ein Konzernergebnis von 240 Mio. Euro (Vorjahr: 224 Mio. Euro) erzielt. Der Gewinn der Generali Deutschland, zu der unter anderem die Generali Versicherungen, AachenMünchener, CosmosDirekt und Central Krankenversicherung gehören, stieg damit um 7,3 Prozent. Das Vor-Steuer-Ergebnis konnte im Vergleich zum Vorjahr sogar um 16,5 Prozent verbessert werden. Anfang Mai 2014 wurde der Squeeze-Out-Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung der Generali Deutschland Holding AG in das Handelsregister eingetragen und damit wirksam vollzogen. Damit sind alle Aktien auf die Hauptaktionärin, die Assicurazioni Generali S.p.A. (Triest), übergegangen. Die Börsennotierung der Generali-Aktien wurde eingestellt. (vwh)

Foto: Konzernchef Dietmar Meister kritisiert die politisch motivierten niedrigen Zinsen. (Quelle: Generali)

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