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Generali bringt neue Strategie auf den Weg

24.03.2016 – giovanni_liveraniDie Generali Deutschland hat im Geschäftsjahr 2015 einen Gewinnzuwachs von fünf Prozent auf 792 Mio. Euro erzielt. Die Prämieneinnahmen stiegen um rund drei Prozent auf 17,76 Mrd. Euro. Für das laufende Geschäftsjahr ist der Kurs aus Sicht von Deutschlandchef Giovanni Liverani klar: Bis Ende 2018 sollen rund 1.000 der rund 13.500 Mitarbeiter gehen. Zudem bringt die Generali zum 1. Juli 2016 ihr Vitality-Programm auf den deutschen Markt.

Das Ziel des Programms: Eine “Motivationshilfe für ein gesünderes Leben”. Davon profitieren sollen laut Generali zunächst die Kunden, die eine Lebensversicherung oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen haben. Dabei sollen die Versicherten beim Einkauf oder beim Sport Punkte sammeln können, um damit bestimmte Vorteile einlösen zu können. Diese reichen vom Rabatt in einem Studio bis hin zu einem niedrigeren Tarif.

Allerdings soll das Programm auch auf andere Sparten ausgeweitet werden. Irgendwann soll dies auch in der privaten Krankenversicherung eingeführt werden. Daneben will die Generali zur Jahresmitte auch neue Telematik-Tarife für junge Autofahrer sowie Versicherungen für ein “smartes Haus” anbieten. “Wir leben in der Versicherungsbranche immer noch im Mittelalter”, wird Liverani im Handelsblatt zitiert. Es sei “ein Albtraum, wenn sich das nicht ändert”.

Neben der Markteinführung neuer digitaler Tarife setzt Liverani zudem weiterhin auf einen strikten Sparkurs. Dabei will der Deutschland-Chef des italienischen Versicherers künftig nicht nur auf Fruchtsäfte auf den Konferenztischen verzichten. Bis 2018 sollen rund 1.000 der rund 13.500 Stellen in Deutschland abgebaut werden. Dabei scheinen die Sparmaßnahmen auch vor der Vorstandsebene nicht Halt zu machen. So wurden in den Gesellschaften der deutschen Unternehmensgruppe bereits acht von elf Vorständen ausgewechselt; die Vorstandssitze wurden von 34 auf 27 reduziert.

Das Ziel Liveranis scheint klar: Im vergangenen Jahr sind rund 90 Mio. Euro eingespart worden. Das Ziel liegt jedoch bei 130 Mio. pro Jahr. Die bisherigen Geschäfzszahlen scheinen Liverani zumindest in seinem Kurs zu bestätigen. Neben dem bereits erwähnten Gewinnplus von fünf Prozent verzeichnen auch die einzelnen Sparten ein leichtes Wachstum.

In der fondsgebundenen Lebensversicherung (inklusive Hybridprodukte) konnte die Generali 2015 bei den Beiträgen um 9,2 Prozent zulegen. Diese nimmt nun einen Anteil von 28 Prozent im Gesamtportfolio in der Lebensversicherung ein. Gleichzeitig wurde das Prämienvolumen traditioneller Sparprodukte um 7,7 Prozent gesenkt. In der Schaden- und Unfallsparte stiegen die Beitragseinnahmen 2015 auf 3,608 Mio. Euro. Dies entspricht einem Plus von 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Combined Ratio sank um 0,2 Prozentpunkte auf 92,4 Prozent. Die Elementarschadenbelastung stieg im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 2,248 Mrd. Euro (2014: 2,188 Mrd. Euro).

“Wir haben vor rund zehn Monaten mit der strategischen Neuausrichtung unseres Geschäfts in Deutschland begonnen, um die Generali Gruppe auch hier zum führenden Privatkundenversicherer zu machen. Mittlerweile konnten wir einen eindrucksvollen Turnaround realisieren, und die gute Performance im Geschäftsjahr 2015 bestätigt uns auf unserem neuen erfolgreichen Kurs”, betonte Liverani. “Mit der Smart-Insurance-Offensive bieten wir innovative Versicherungslösungen, die uns zum Vorreiter der digitalen Transformation machen und damit unsere Wettbewerbsfähigkeit im Markt deutlich erhöhen”, ergänzt der Deutschland-Chef der Generali. (vwh/td)

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