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Fosun-Tochter Ironshore wird wieder amerikanisch

07.12.2016 – Fosun - quelle hyFosun kann nicht nur zukaufen. Chinas größtes Privatunternehmen verkauft seine Versicherungstochter Ironshore für drei Mrd. US-Dollar an Liberty Mutual, die Nummer zwei unter den amerikanischen Schaden- und Unfallversicherern. Die von Warren Buffett abgekupferte Strategie scheint für die Fosun-Führung aufzugehen – sie machen mit dem Deal 700 US-Dollar Gewinn.

2014 hatte Fosun 20 Prozent der Ironshore-Anteile für 463,8 Mio. US-Dollar erworben. Im Mai 2015 kauften die Chinesen die restlichen Anteile für 1,84 Mrd. US-Dollar als Teil der Unternehmensstrategie, die Versicherungssparte zu vergrößern. 2015 wies Ironshore mit seinen 800 Mitarbeitern etwa 2,2 Mrd. Dollar gebuchte Bruttobeiträge aus. Fosun wollte den US-Versicherer eigentlich an die Börse bringen, entschloss sich jetzt aber Kasse zu machen.

Chinas größten Mischkonzern leitet CEO Liang Xinjun. Aufsichtsratvorsitzender und Fosun-Mitbegründer Guo Guangchang gilt jedoch als strategischer Kopf des Konglomerats mit exzellenten Kontakten in die Politik. Er geriet zwischenzeitlich in die Schlagzeilen, weil er als Zeuge in einem Verfahren aussagte. Wie Buffett investiert Guo in Versicherungsunternehmen, um dann mit dem dort verdienten Geld in andere Industrien einzusteigen.

In der Frankfurter Finanzwelt ist Guo wegen der Übernahme der Privatbank Hauck & Aufhäuser, der Schlammschlacht um die Kontrolle über die BHF-Bank und des Kaufs der Lebensversicherungsbestände von der Basler bekannt. Zu dem Fosun Asset-Portfolio gehören die größte portugiesische Versicherung, Caixa Seguros, und die US-amerikanische Versicherungsgruppe Meadowbrook. (vwh/dg)

Bild: Die Hauptverwaltung der Fosun in Schanghai wird erweitert. Ganz in der Nähe entsteht ein neues Bürogebäude. (Quelle: hy)

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