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Fosun bringt Ironshore an die Börse

27.06.2016 – Wall Street_US-FlaggeNach der Übernahme nun der Gang aufs Parkett. Chinas größter Mischkonzern in Privatbesitz plant den US-amerikanischen Versicherer Ironshore an die Börse zu bringen. Fosun hat einen entsprechenden Antrag bei der Hong Konger Börse eingereicht, um eine Notierung von Ironshore an der New York Stock Exchange oder der Nasdaq zu erreichen.

2014 hatte Fosun 20 Prozent von Ironshore für 463,8 Mio. US-Dollar gekauft. Im Mai 2015 erwarben die Chinesen die restlichen Anteile für 1,84 Mrd. US-Dollar als Teil der Unternehmensstrategie, die Versicherungssparte zu vergrößern.

Das Unternehmen leitet CEO Liang Xinjun. Aufsichtsratvorsitzender und Fosun-Mitbegründer Guo Guangchang geriet zwischenzeitlich in die Schlagzeilen, weil er als Zeuge in einem Verfahren aussagte. In der Frankfurter Finanzwelt ist Guo wegen der Übernahme der Privatbank Hauck & Aufhäuser, der Schlammschlacht um die Kontrolle über die BHF-Bank und des Kaufs der Lebensversicherungsbestände von der Basler bekannt. Zu dem Fosun Asset-Portfolio gehören die größte portugiesische Versicherung, Caixa Seguros, und zwei US-amerikanische Versicherungsgruppen, Meadowbrook und eben Ironshore.

Zuletzt erwarb der Mischkonzern mit Sitz in Shanghai Anteile am britischen Reiseveranstalter Thomas Cook, dem französischen Feriendorfbetreiber Club Med und dem deutschen Landwirtschaftsbetrieb KTG Agrar sowie dem deutschen Modekonzern Tom Tailor. Mit seinem starken Engagement in Europa ist Fosun keine Ausnahme. 20 Mrd. Euro sind  2015 von China nach Europa geflossen, 44 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch viele Versicherungsgesellschaften aus Fernost, darunter Anbang und China Life, blättern viel Geld hin, um sich Anteile an Unternehmen im westlichen Ausland zu sichern.(vwh/mvd/dg)

Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de

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