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Flut-Prophylaxe verhindert Milliardenschäden

02.04.2014 – hochwasserInsgesamt entfielen 2013 37 Prozent der weltweiten Gesamtschäden aus Naturkatastrophen auf Überschwemmungen, deutlich mehr als der Durchschnitt seit 1980 von 22 Prozent. Dies geht aus der nun veröffentlichten Publikation „Topics Geo – Naturkatastrophen 2013“ von Munich Re mit den endgültigen Jahresstatistiken und Analysen zu den wesentlichen Ereignissen des vergangenen Jahres hervor. Trotzdem hielten sich die Schäden in Grenzen – dank nachhaltiger Vorsorgemaßnahmen.

Bei den Überschwemmungen, die im Juni 2013 Süd- und Ostdeutschland sowie angrenzende Staaten betrafen, entstanden Gesamtschäden von 11,7 Mrd. Euro, 2,4 Mrd. Euro waren versichert. Damit war dieses Hochwasser die Naturkatastrophe mit den höchsten Gesamtschäden des Jahres weltweit. Dagegen hatte die Elbe-Flut 2002 Gesamtschäden von 17 Mrd. Euro verursacht. Zum Teil lagen die geringeren Schäden von 2013 an der Art der Niederschläge. So lösten geringere Starkniederschläge im Elbe-Einzugsgebiet weniger Sturzfluten und damit geringere Schäden an der Infrastruktur wie Straßen und Brücken aus. Dagegen war jedoch 2013 das Einzugsgebiet der Donau viel stärker betroffen als 2002.
Wesentlichen Anteil an den niedrigeren Schäden hatte der technische Hochwasserschutz. So hielten mobile Schutzwände in Prag, Dresden, Bratislava und Budapest den Fluten stand. Entscheidend waren auch organisatorische Veränderungen, die als Lehren aus der Flut 2002 gezogen wurden. Drei Beispiele:

  • Das Risikomanagement des Wasserversorgers in Dresden: Nach 2002 wurde der Hochwasserschutz bei Betriebsanlagen gestärkt, etwa zur Sicherung der Stromversorgung. Zu Beginn des Hochwassers 2013 wurde rasch ein Krisenstab gebildet, der alle relevanten Beteiligten einband oder informierte. Das Ergebnis: Die Schäden waren nur ein Viertel so hoch wie 2002, die Betriebsunterbrechung eines Wasserwerks konnte auf 18 Tage im Vergleich zu 160 Tagen im Jahr 2002 begrenzt werden.
  • Wohnungsgesellschaften: Ein konsequenter Alarmplan hat bei Eigentümern von drei großen Mietobjekten ebenfalls in Dresden den Schaden in Tiefgaragen und der Elektrik um die Hälfte verringert.
  • Hochwasserschutz an der Nordseeküste und der Elbe bei Hamburg: Anfang Dezember löste das Sturmtief Xaver an der deutschen Nordseeküste eine schwere Sturmflut aus, die in Hamburg zum zweithöchsten Scheitelwasserstand der Geschichte führte. Obwohl die Flut noch 39 Zentimeter höher war als die verheerende Sturmflut von 1962 mit hunderten Toten, entstanden durch den seitdem drastisch verstärkten Hochwasserschutz so gut wie keine Schäden.

Weitere Informationen zum Hochwassergeschehen und dem Schadenjahr 2013 unter beigefügtem Link. (vwh)

Link: Topics GEO – Hochwasserjahr 2013 (PDF)

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