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Finanzausgleich fördert Krankheiten

26.11.2015 – BaasDie Krankenkassen haben kaum Anreize, die Gesundheit ihrer Kunden zu fördern, kritisiert Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse (TK). “Je mehr Krankheiten für unsere Versicherten dokumentiert werden und je mehr Medikamente sie bekommen, desto mehr Geld bekommen wir für sie aus dem Gesundheitsfonds”, moniert der Kassenchef.

Sein Hauptkritikpunkt: der derzeitige Finanzausgleich honoriere eine möglichst dramatische Dokumentation von Krankheiten anstatt den Wettbewerb um bestmögliche medizinische Versorgung und schlanke Verwaltung zu fördern. “Ein Gesundheitssystem, in dem niemand mehr ein Interesse an gesunden Menschen hat, ist ein krankes System”, ergänzt Baas.

Vielmehr brauche es ein bundesweites Engagement für Gesundheitsförderung, um die Gesundheit der Versicherten zu fördern sowie Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Herzerkrankungen und Rückenschmerzen zu bekämpfen, ergänzt der TK-Chef. “Prävention kostet allerdings Geld. Wenn wir uns dafür einsetzen wollen, dass Menschen nachhaltig zu einem gesünderen Lebensstil finden, dann muss dieses Engagement auch honoriert werden. Wenn wir aber weniger aus dem Fonds bekommen, je besser es unseren Versicherten geht, läuft etwas verkehrt”, betont Baas. (vwh/td)

Bild: TK-Vorstandsvorsitzender Jens Baas (Quelle: TK)

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