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Fahrenschon: Regulierung dem Geschäftsmodell anpassen

12.10.2015 – Georg Fahrenschon - quelle DSGVWährend zahlreiche Sparkassen bereits damit beginnen, ihr Filialnetz drastisch auszudünnen, mahnt DSGV-Präsident Georg Fahrenschon die Politik an, in Sachen Regulierung inne zu halten. Ein immer größerer Datenhunger und Regulierungsdichte der Aufsichtsinstanzen sorgten zunehmend für eine Überlastung der Institute.

“Es entsteht die Gefahr, dass diese vor lauter Melde- und Dokumentationspflichten ihrer eigentlichen Aufgabe, der Versorgung der lokalen Unternehmen und breiter Bevölkerungsteile, nur noch eingeschränkt nachkommen können”, stellt Georg Fahrenschon zu den steigenden Anforderungen fest. Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes sieht die USA hier als Vorbild.

Denn dort sei die Regulierung so ausgestaltet, dass sie auf die jeweiligen Geschäftsmodelle passe. „Eine vergleichbare Abstufung nach Risikogehalt, Größe und Geschäftsmodell ist auch eine Blaupause für die EU. Denn hier muss man Unterscheidungen bislang mit der Lupe suchen“, so Fahrenschon.

Die zentrale Herausforderung erläutert er im Handelsblatt: „Wir müssen darauf reagieren, dass unsere Kunden heute durchschnittlich einmal im Jahr in die Geschäftsstelle kommen“, wird er dort von einer Vorstandstagung vergangene Woche zitiert. Stattdessen zückten die Kunden das Smartphone – und riefen, so Fahrenschon, 192-mal pro Jahr die Sparkassen-App auf. Online-Banking also weiter auf dem Vormarsch: „Das zeigt ganz klar: Wir müssen das Geschäftsstellennetz umbauen.“ (vwh/ku)

Georg Fahrenschon Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes. (Quelle: DSGV)

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