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EZB-Anleihekäufe setzen Ost-Exporteure unter Druck

26.01.2015 – EZB Gebaude_EZBDie geplanten Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) über 1,1 Bio. Euro stoßen weiter auf ein geteiltes Echo. So befürchtet Peter Szapo, Experte für zentral- und osteuropäische Aktien bei Erste Asset Management, schlechtere Wettbewerbsbedingungen für mittel- und osteuropäische Exporteure.

“Die Abschwächung des Euro als Folge des EZB-Programms verschlechtert die Wettbewerbsbedingungen der Exporteure, für die die Eurozone der wichtigste Absatzmarkt ist. Um dem entgegenzuwirken ist in der Region mit weiteren Zinssenkungen im Laufe des Jahres zu rechnen, insbesondere in Polen und der Türkei”, sagte Szebo in einer Unternehmensmitteilung.

Sollte die Politik der EZB jedoch Erfolg haben, würden die Handelspartner in Zentral- und Osteuropa profitieren von einem stärkeren Wirtschaftswachstum in der Eurozone profitieren, so der Experte weiter.

Maximilian Zimmermann, Vorstandsmitglied der Allianz, hält die jüngsten Beschlüsse der Europäischen Zentralbank zum Kauf von Staatsanleihen hingegen für schädlich. “Was die Zentralbank tut, schadet der Altersvorsorge”, sagte er in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. So lohne sich langfristiges “Sparen lohnt kaum noch, und damit entsteht eine große Gefahr für künftige Rentner.” Ziel müsse es vielmehr sein, die hohen Staatsschulden zu verringern.” Gerade Privatanleger hätten nur wenig Möglichkeiten, sich gegen die Nullzinspolitik der EZB zu wehren.

Teilweise Zustimmung gab es hingegen von Michael Heise, dem Chefvolkswirt der Allianz SE. Er begrüßte die Anleihekäufe durch die nationalen Notenbanken. Zwar seien die “Staatsanleihekäufe durch die EZB sind im Hinblick auf die sich bessernde konjunkturelle Lage im Euroraum unseres Erachtens nicht nötig”. Dennoch gebe es “bei der instrumentellen Ausgestaltung des Anleihekaufprogramms einige positive Aspekte”. (vwh/td)

Bildquelle: EZB

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