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Extrem wenig Schäden

12.08.2015 – Erdbeben_Helga Doerk_pixelio.deAuf 37 Mrd. US-Dollar sanken die Schäden aus Katastrophenereignissen im ersten Halbjahr, berichtet die Swiss Re. Das waren 37 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Schnitt der letzten zehn Jahre registrieren die Wirtschaftsforscher des Schweizer Rückversicherers in den ersten sechs Monaten eines Jahres 107 Mrd. US-Dollar an Katastrophenschäden.

Das Erdbeben in Nepal war bislang die opferreichste Katastrophe des Jahres 2015, das größte Versicherungsereignis war der harte Winter in den USA. Er verursachte der Schäden in Höhe von 1,8 Mrd. US-Dollar. Ansonsten war die Schadenlage rund um den Globus extrem günstig. Zuletzt zeigte sich die Natur im Jahr 2006 so milde wie in diesem Jahr, berichtet die Swiss Re in einer Kurzstudie ihrer Forschungsabteilung Sigma.

In Nepal erwies sich erneut, wie unterschiedlich entwickelt die einzelnen Weltregionen sind. 9.000 Menschen fielen den Beben im Himalaya im April und Mai zum Opfer, der wirtschaftliche Schaden summiert sich der Sigma-Studie zufolge auf fünf Milliarden Dollar. Doch davon waren grob geschätzt nur 160 Mio. US-Dollar versichert. “Die tragischen Ereignisse in Nepal zeigen, wie wichtig Versicherungen sind”, kommentiert Chefökonom Kurt Karl.

Indien und Pakistan wurden im Mai und Juni von einer außergewöhnlichen Hitzewelle heimgesucht mit Temperaturen bis 48 Grad. Sie dürfte 5.000 Menschen das Leben gekostet haben.

Global gesehen sanken die volkswirtschaftlichen Katastrophen-Schäden stark und auch die versicherten Schäden fielen noch einmal geringer aus als im schadenarmen ersten Halbjahr 2014. Sie summierten sich auf 16,5 Mrd. US-Dollar, das waren 30 Prozent weniger als im Vorjahr. Auch die von Menschen verursachten Katastrophen gingen zurück. Mit Schäden in Höhe von 3,6 Mrd. US-Dollar waren es sechs Prozent weniger als zwischen Januar und Juni 2014. (siehe DOSSIER) (ba)

Bildquelle: Helga Dörk / pixelio.de

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