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Ex-AIG-Aktionäre erhalten keinen Schadenersatz

17.06.2015 – aig-logo-150Die ehemaligen Aktionäre des US-Versicherers AIG haben keinen Anspruch auf Schadenersatz wegen der Rettung durch den Staat. Dies entschied ein Gericht, das sich mit den Forderungen gegen den Staat befasst hat, berichtet das Handelsblatt. Demnach seien die strengen Maßstäbe bei der Verstaatlichung des Versicherers rechtens gewesen, urteilten die Richter.

So hätten die USA zwar im Vergleich zu ähnlichen Fällen übermäßig strenge Maßstäbe angelegt. Dennoch reiche dies nicht aus, um Schadenersatz zu rechtfertigen, erklärte der zuständige Richter Thomas Wheeler. Hätte die US-Regierung nicht interveniert, wäre AIG insolvent gegangen, so das Gericht weiter. Die damalige US-Administration befürchtete, dass eine Pleite des Versicherers das globale Finanzsystem in Gefahr gebracht hätte, so das Blatt weiter.

Bereits 2011 hatte der damalige AIG-Chef Maurice Greenberg gegen das Vorgehen geklagt. So habe die US-Regierung nicht nur überhöhte Zinsen für ein Darlehen über 85 Mrd. US-Dollar verlangt, sondern auch 80 Prozent der Unternehmensanteile. Damit seien diese verwässert worden. Greenberg strebte für die rund 270.000 Aktionäre einen Schadenersatz von 50 Mrd. US-Dollar an. (vwh/td)

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