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Euler Hermes sieht Autobranche wegen China unter Druck

09.09.2015 – Autobahn_schubalu_pixelioEuler Hermes stellt für deutsche Autobauer in China harschen Gegenwind fest. Die chinesische Konkurrenz habe durch die Abwertung des Yuan mittlerweile deutlich aufgeholt. Die Zahlungsmoral im Reich der Mitte hat sich zudem deutlich verschlechtert. Die Märkte in USA, Europa und Deutschland glätten die Sorgenfalten etwas. Neue Dienste sieht der Kreditversicherer auch als neue Risiken.

In der Automobilbranche ist die Zahlungsmoral in China besonders schlecht, konstatiert Euler Hermes in seiner aktuellen Automobilstudie. Zahlungsziele werden bis auf das Maximum ausgereizt: Ganze 106 Tage liegen bei börsennotierten Unternehmen in der Automobilbranche durchschnittlich zwischen Rechnungslegung und Begleichung von Forderungen, bei kleineren Unternehmen oft sogar noch weit darüber.

“Die Börsenturbulenzen und Yuan-Abwertung machen ihnen zusätzlich zu schaffen, denn diese verteuern ihre exportierten Fahrzeuge der Luxusklasse erheblich.” Davon profitierten die chinesischen Hersteller: Sie haben im Gegenzug ihren Marktanteil um zehn Prozentpunkte auf 42 Prozent stark ausgebaut”, erklärt Ludovic Subran, Chefvolkswirt der Euler Hermes Gruppe. Die goldenen Zeiten seien erst einmal vorbei.

Neue Dienste wie Carsharing sprießen zunehmend aus dem Boden – “Vernetzte Autos, emissionsarme Fahrzeuge, E-Mobilität oder die Hybridtechnologie à la Tesla sowie autonomes Fahren sind heute noch weitestgehend Zukunftsmusik”, erklärt Thomas Krings, Risikovorstand bei Euler Hermes.

“Aber Autobauer sollten anfangen, sie zu komponieren. Das ist zwar mit hohen Kosten verbunden zu einer Zeit, in der der größte Absatzmarkt schwächelt, es ist aber dennoch unausweichlich, wenn sie langfristig mitspielen wollen.” Noch seien diese Herausforderungen nicht existenzbedrohend. (vwh/ku)

Bildquelle: Schubalu / pixelio.de

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