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Euler Hermes: Langzeitschutz bei Insolvenzanfechtung

19.09.2014 – insolvenz_schuetz_pixelioEuler Hermes verspricht Langzeitschutz gegen Schäden aus einer Insolvenzanfechtung. Die Anfechtungsversicherung deckt Schäden von 250.000 bis maximal 2,5 Mio. Euro ab. Damit will der Kreditversicherer Unternehmen davor bewahren, dass längst bezahlte Rechnungen wieder zu offenen Forderungen werden.

„Der Lieferant wird bei einer Anfechtung vom Insolvenzverwalter für bis zu zehn Jahre rückwirkend zur Kasse gebeten“, sagt Euler-Hermes Vorstand Ulrich Nöthel: „Das kann für Unternehmen im schlimmsten Fall zur Existenzbedrohung werden. Zwar sind alle unbezahlten Forderungen durch die Warenkreditversicherung gedeckt – bereits geleistete Zahlungen, die das Kreditlimit übersteigen, sind bisher aber nicht ausreichend geschützt. Mit unserer neuen Anfechtungsversicherung reagieren wir auf dieses speziell im deutschen Markt vorhandene Risiko und bieten entsprechenden Langzeitschutz.“

Der Bundesgerichtshof (BGH) erleichtert in seiner aktuellen Rechtsprechung die Insolvenzanfechtung durch den Insolvenzverwalter erheblich. Der Lieferant muss jetzt nachweisen, dass zum Zeitpunkt des Zahlungseingangs – trotz entsprechender Anzeichen – keine drohende Zahlungsunfähigkeit seines Abnehmers vorlag.

Langzeitschutz Insolvenzanfechtung

(Klicken zum Vergrößern) Grafik: Das Funktionsprinzip der Anfechtungsversicherung (Quelle: Euler Hermes)

Nöthel: „Für die meisten Unternehmen ist es fast unmöglich, dieser Beweispflicht nachzukommen, denn bereits Stundungen oder Zahlungspläne können als solche Anzeichen gewertet werden. Wir sehen zunehmend Fälle, in denen Insolvenzverwalter bezahlte Rechnungen über einen Zeitraum von mehreren Jahren zurückfordern statt wie bisher nur für die letzten Monate vor der Insolvenz. Längst bezahlte Rechnungen werden so plötzlich wieder zu einer offenen Forderung. Das Ausfallrisiko für Lieferanten ist dadurch sehr groß.“

Die Anfechtungsversicherung von Euler Hermes ist laut Pressemitteilung ein zusätzliches Sicherheitspaket zur klassischen Warenkreditversicherung. Sie will dabei alle Schäden aus Insolvenzanfechtungen oberhalb des Kreditlimits abdecken. Die Versicherungssumme kann jedes Unternehmen aus fünf Varianten frei wählen: von 250.000 bis hin zu maximal 2,5 Mio Euro. Nach individueller Vereinbarung sind auch höhere Versicherungssummen möglich. Die Prämien belaufen sich dabei je nach gewählter Option auf ein bis zwei Prozent der Versicherungssumme pro Jahr. (vwh)

Bildquelle: Schütz/ Pixelio

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