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Euler Hermes kooperiert mit ICIEC

27.10.2016 – edna_schoene_eulerhermesEuler Hermes hat erstmals eine Rückversicherungsvereinbarung mit der der Islamic Corporation for the Insurance of Investment and Export Credit (ICIEC) geschlossen. Damit sollen deutschen Exporteuren nach Unternehmensangaben zusätzliche Deckungsmöglichkeiten eröffnet werden. Die ICIEC vereint 42 Mitgliedsländer aus Afrika, Asien und der arabischen Welt.

Die ICIEC unterstützt ihre Mitglieder mit Investitions- und Exportkreditversicherungen und bietet Exportkreditagenturen – die nicht der ICIEC angehören – entsprechende Rückversicherungsmöglichkeiten an. Zudem biete sie deutschen Exporteuren einen Mehrwert, indem sie anteilige Rückversicherungen auch dann anbietet, wenn es sich um Lieferungen eines deutschen Exporteurs handelt, die keine Zulieferungen aus ICIEC-Mitgliedsstaaten enthalten, ergänzt der Kreditversicherer weiter.

“Über eine Rückversicherung mit der ICIEC kann der Bund künftig Geschäfte absichern, die in der Vergangenheit z. B. aufgrund des Risikos, der Größenordnung oder des ausländischen Warenanteils nicht deckungsfähig waren”, kommentiert Edna Schöne, Vorstand der Euler Hermes AG und für das Management der staatlichen Exportkreditgarantien verantwortlich, die künftige Kooperation.

Dabei scheint sich der Wettbewerb im internationalen Handel laut einer aktuellen Studie von Euler Hermes weiter zu verschärfen. Demnach legte der Welthandel in diesem Jahr lediglich 2,1 Prozent zu. Im Wert schrumpft er sogar erneut um 2,9 Prozent, konstatiert der Kreditversicherer. Das verschärfe den Wettbewerb und alarmiere in “Trade Wars” die Sturmtruppen im Kampf um die Import- und Export-Galaxien und den jeweiligen Thron, betont Euler Hermes.

“Die Macht des Welthandels schwindet und er schrumpft”, erläutert Ludovic Subran, Chefvolkswirt der Euler Hermes Gruppe. “Zwischen 2014 und 2016 hat die Welt 3.129 Mrd, Euro an gehandelten Waren und Dienstleistungen verloren – das ist eine Summe, die dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Deutschland entspricht. Nachfragekrisen aufgrund des schwachen globalen BIP, der Absturz der Rohstoffpreise, Währungskriege und eine stärkere Fokussierung auf nationale Geschäfte sind die Gründe für den Machtverlust. China wird 2016/2017 beispielsweise lediglich 41 Mrd. zusätzlich importieren. Das bedeutet, der Verteilungskampf hat begonnen, jeder will sein Territorium verteidigen und möglichst viele Import- und Export-Galaxien zu erobern”, ergänzt der Ökonom.

So rechnet Euler Hermes im kommenden Jahr 2017 beim Welthandel ein volumenseitigen Plus von 3,1 Prozent und einer Wertsteigerung um 5,7 Prozent. Dies reiche aber nicht aus, um die Verluste der vergangenen Jahre auszugleichen. “Erfreulich ist die Rückkehr der ‘europäischen Jedi-Ritter’”, ergänzt Ron van het Hof, Vorstandsvorsitzender von Euler Hermes in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

“Exportieren ist eine hohe Kunst bei einer verlangsamten weltweiten Nachfrage. Die europäischen Staaten beherrschen diese meisterhaft, insbesondere die Deutschen, die den Kampf um den Thron der Export-Galaxie mit einem Zuwachs der Exporte in Höhe von 75 Mrd. US-Dollar in 2016/17 für sich entscheiden, vor Frankreich, Irland, Italien, Spanien und China erst auf Platz sechs beim Exportwachstum”, betont van het Hof. (vwh/td)

Bildquelle: Edna Schöne, Vorstand der Euler Hermes AG (Quelle: Euler Hermes)

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