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Euler Hermes: Fußballrivalen sind Partner im Export

28.10.2015 – flaggen_pixelioAuf dem Fußballplatz sind Deutschland und die Niederlande zwar Rivalen: in Fragen der Handelserfahrungen, Herausforderungen und Exportrisiken pflegen beide Länder hingegen ein eher partnerschaftliches Verhältnis, berichtet der Kreditversicherer Euler Hermes. 84 Prozent der befragten niederländischen Exporteure handeln mit Deutschland. Hierzulande pflegen 69 Prozent der Unternehmen Beziehungen mit den Niederlanden.

Zudem wollen 82 Prozent der exportorientierten niederländischen Unternehmen Handelsbeziehungen mit Deutschland aufbauen oder weiter ausbauen. Auf deutscher Seite sind die Unternehmen hingegen etwas zurückhaltender, was Euler Hermes vor allem mit den unterschiedlichen Ausfuhrgütern und -strategien begründet.

Außerdem packe die Deutschen beim Export weiter ungebrochen die Wanderlust, während die Niederländer vielmehr auf europäische Heimspiele setzen, konstatiert der Kreditversicherer. Die Folge: die deutschen Unternehmen leiden deutlich stärker unter einem verschlechterten Zahlungsverhalten als die Niederländer. So klagen 25 Prozent der deutschen Exporteure über eine schlechtere Zahlungsmoral in In- und Ausland. In den Niederlanden sind es hingegen nur 17 Prozent.

Trotz der steigenden Risiken wollen dennoch 70 Prozent der deutschen Unternehmen in den kommenden drei Jahren neue Märkte erschließen und im Ausland expandieren. In den Niederlanden plane hingegen weniger als die Hälfte (48 Prozent) den Schritt in neue Sphären. “Die Diversifizierung stand bei der Exportstrategie der Deutschen schon immer im Mittelpunkt”, sagt Ludovic Subran, Chefvolkswirt der Euler Hermes Gruppe.

“Es ist kaum verwunderlich, dass ein Drittel der befragten deutschen Exporteure in Europa, ein Drittel in China und ein Drittel in den USA expandieren will. Bei den Holländern liegt das Gute so nah, dass sie weniger in die Ferne schweifen wollen. Der heute bereits wichtigste Handelspartner Deutschland wird bei niederländischen mit 82 Prozent am häufigsten genannt, wenn es um den Ausbau der Geschäftsaktivitäten geht, gefolgt von weiteren europäischen Märkten wie Belgien, Frankreich und Großbritannien – das deckt sich weitestgehend mit den derzeitigen Aktivitäten”, ergänzt der Experte. (vwh/td)

Bildquelle: Lachsy / pixelio.de

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