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Erste Bewährungsprobe für Dürreversicherung

28.01.2015 – Duerre_Kurt Michel_pixelioDie Versicherungsgesellschaft African Risk Capacity hat bereits im ersten Jahr ihres Bestehen den ersten großen Versicherungsfall: der Dürreversicherer, der als innovatives Instrument der Entwicklungshilfe aufgebaut wurde, soll von Februar an insgesamt 21 Mio. Euro. an Geschädigte im Niger, Senegal und in Mauretanien auszahlen.

„Jetzt kommt es darauf an zu zeigen, dass wir eine funktionierende Versicherung aufgebaut haben“, sagt Monika Beck, Teamleiterin für Finanzsystementwicklung in der KfW-Entwicklungsbank, die die Gründung der Versicherungsgesellschaft ARC („African Risk Capacity“) im Auftrag des Entwicklungsministeriums maßgeblich mitgestaltet hat, gegenüber der Frankfurter Rundschau.

Die Dürreversicherung funktioniere dabei ähnlich wie eine normale Sachversicherung. Gegen eine Prämie, die die Teilnehmerstaaten zahlen, ersetzt sie im Fall extremer Dürren die entstandenen Schäden bis zu einer bestimmten Grenze. Zwei Satelliten, die eigens ins All geschossen wurden, ermitteln den Schadenfall.

Überwiegend Kleinbauern sollen dabei von den Leistungen – Saatgut, Tierfutter, Nahrungsmittel – profitieren. Insgesamt sind, so die Expertin des KfW Mauretanien, Niger, Senegal sowie Kenia und Mosambik an der Versicherung beteiligt, die mit insgesamt 170 Mio. Euro ausgestattet ist.

Und die Regulierungsgeschwindigkeit? „Zwei Monate zwischen Feststellung des Schadensfalles und der Auszahlung der Hilfen sind schon ein guter Wert. Aber er könnte noch besser werden”, sagt Monika Beck. (vwh/ku)

Bildquelle: Kurt Michel / pixelio

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