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Ergo schreibt mehr Gewinn bei stagnierendem Geschäft

10.04.2015 – ergo-duesseldorf-150Mit 620 Mio. Euro Konzernüberschuss hat die Ergo Versicherungsgruppe 2014 nicht nur das Vorjahresergebnis, sondern auch das selbst gesteckte Ergebnisziel klar übertroffen. “Wir haben erneut ein gutes Ergebnis erzielt”, sagte Vorstandschef Torsten Oletzky auf der Bilanzpressekonferenz.

Der Gewinnsprung von gut 42 Prozent wurde von Sondereffekten aus Steuerrückzahlungen über 174 Mio. Euro sowie Zinsabsicherungsmaßnahmen, aber auch der Verbesserung der Versicherungstechnik in Komposit getragen.

Die Schaden- und Kostenquote des heimischen Kompositgeschäftes verminderte sich im Zuge geringerer Naturkatastrophenschäden sowie Sanierungen in der Industrie-, Kraftfahrt und Wohngebäudeversicherung auf 93,9 Prozent (2013: 96,1 Prozent). Im internationalen Schaden-/Unfallgeschäft sank diese Quote auf 97,8 Prozent (2013: 99,2 Prozent), was günstigeren Schadenverläufen in den Niederlanden, dem Baltikum und Griechenland zugeschrieben wird.

Wehrmutstropfen: Der Konzern wächst nach wie vor nur im Ausland, in Deutschland geht das Prämienaufkommen in allen Feldern zurück. Die gesamten Beitragseinnahmen stiegen nach IFRS nur um 0,3 Prozent auf 18,1 Mrd. Euro bzw. die gebuchten Bruttobeiträge um 0,6 Prozent auf 16,8 Mrd. Euro. Brutto wurden 2014 im deutschen Geschäft 12,8 Mrd. Euro (2013: 13,0 Mrd.) gebucht. Dies entspricht einem Rückgang von 1,4 Prozent. Im internationalen Geschäft waren es 4,0 Mrd. Euro (2013: 3,8 Mrd.). Dies entspricht einem Plus von 7,4 Prozent.

Für 2015 peilt Oletzky ein Gewinnziel von zwischen 400 und 500 Mio. Euro an. In Deutschland gelte es die Marktposition zu stabilisieren, im Ausland zusätzliche Geschäftsfelder aufzubauen, welche die gute Ertragsposition stärkten (siehe DOSSIER). (lie)

Bild: Ergo in Düsseldorf (Quelle: Ergo)

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