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Elementarschäden drücken Konzernergebnis der R+V

08.04.2014 – pk-rundv-150Im Geschäftsjahr 2013 stiegen die Beiträge des R+V Konzerns um 7,4 Prozent auf 12,8 Mrd. Euro. Inländische Erstversicherer der Gruppe erwirtschafteten mit 11,3 Mrd. Euro ein Plus von 6,3 Prozent. Aufwendungen für Elementarschäden von über 500 Mio. Euro drückten das Konzernergebnis vor Steuern auf 309 Mio. Euro.

„Mit einem Aufkommen von 145.800 Schäden aus Überschwemmungen, Stürmen und Hagelereignissen haben wir nicht gerechnet“, erklärte Friedrich Caspers, R+V Vorstandsvorsitzender, auf der Bilanzpressekonferenz 2014. Das ursprünglich für 2013 anvisierte Ergebnis vor Steuern von etwa 400 Mio. Euro sei zwar nicht realisiert worden, doch könne man angesichts der besonderen Schadenbelastungen mit dem Resultat zufrieden sein. Eine Combined Ratio von 109,3 Prozent (Brutto) und ein um das 2,5-fache überzogenes Budget in der Kompositsparte spiegeln die Ausmaße des enormen Schadenaufkommens im abgelaufenen Jahr wider. „Aufgrund sich häufender Elementarschäden werden die Beiträge künftig steigen“, prognostiziert Norbert Rollinger, Vorstandsvorsitzender der R+V Allgemeine.

Indes legte das gesamte Neugeschäft der R+V Lebens- und Pensionsversicherer mit 3,2 Mrd. Euro um 10,4 Prozent deutlich zu. Der Marktanteil liegt bei 10,2 Prozent. Trotz niedriger Zinsen und einer andauernden Diskussion über ihre Zukunftsfähigkeit bekennt sich der Konzern zur Lebensversicherung. „Für 78 Prozent steht Sicherheit an erster Stelle“, so Caspers. „Keine andere Vorsorgeform bietet eine so attraktive Verzinsung“. Durch eine Erhöhung der Zinszusatzreserve um 174 Mio. Euro auf 446 Mio. Euro will der Versicherer seine Garantien für Bestandsverträge erfüllen. Signifikante Kündigungen seien in der Lebensversicherung bislang nicht wahrnehmbar, sagt R+V Vorstandsmitglied Frank-Henning Florian. Die Stornoquote liege bei 2,3 Prozent und sei im ersten Quartal sogar zurückgegangen.

Die gebuchten Beiträge im Geschäftsbereich Schaden/Unfall stiegen um 3,6 Prozent auf 4,7 Mrd. Euro. Positiv entwickelte sich das Geschäft in Kraftfahrt, Haftpflicht und Banken/Kredit. Die Beitragseinnahmen in der größten Kompositsparte Kraftfahrt wuchsen im Inland um 5,9 Prozent auf 1,9 Mrd. Euro. Auch der Bestand an versicherten Fahrzeugen hat sich im Jahresverlauf erhöht: Ende 2013 waren 3,8 Millionen bei der R+V versichert, 104.000 mehr als im Jahr zuvor. In der Haftpflichtversicherung stiegen die gebuchten Beiträge um 8,2 Prozent auf 518 Mio. Euro. Der Geschäftsbereich Banken/Kredit profitierte von der anziehenden Konjunktur. Die Bruttobeiträge legten um 4,1 Prozent auf 401 Mio. Euro zu. (mst)

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