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Ein Drittel aller Tachostände manipuliert

22.01.2016 – thomas_leicht_gothaer“Nach aktuellen Schätzungen ist rund ein Drittel aller Tachostände manipuliert”, sagt Thomas Leicht, Vorstandschef der Gothaer. “Für uns wird es richtig teuer, wenn die Zähler um einige Zehntausend Kilometer zurückgestellt werden und wir nach einem Kfz-Totalschaden zu viel zahlen.” Bei bestimmten Schäden, setzt die Gothaer grundsätzlich Gutachter ein.

Angesichts der vier Mrd. Euro, die Versicherungsbetrug branchenweit jährlich an Kosten verursacht, sind die Unternehmen längst hellhörig geworden: Bei Brillen prüft die Gothaer fast jeden Fall. “Wir sehen das als präventive Maßnahme. Der Kunde soll wissen, dass wir nicht wahllos auszahlen”, sagt Thomas Leicht in der aktuellen Ausgabe von Capital. Auch bei Blitzschäden ist der Versicherer alarmiert. Auffällig seien Meldungen mit kaputten Staubsaugern: “Den meisten Staubsaugern kann die Überspannung gar nichts anhaben”, plaudert er aus dem Nähkästchen.

Die teuersten Betrügereien sind für ihn Schadenanzeigen zu begehrten Geräten wie iPads, “die ausgerechnet dann kaputt gehen, wenn das Nachfolgemodell kommt.” Selbst wenn ein Betrug nicht zu beweisen ist, hat der Versicherer noch eine Handhabe: “Wenn die Schadensursache nicht plausibel ist, lehnen wir die Zahlung ab. Teilweise kündigen wir auch den Vertrag.” (vwh/ku)

Bild: Gothaer-Vorstandschef Thomas Leicht (Quelle: Gothaer)

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