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Dreibrodt: Nettotarife sind kein Allheilmittel

23.06.2015 – dreibrodt_lieDie Reputationskrise der Lebensversicherer lässt sich nach Einschätzung von Michael Dreibrodt nicht durch die Honorarberatung lösen. “Nettotarife können aber ein Begleitmittel in der jetzigen Situation sein: Der Kunde bezahlt den Vermittler direkt. Dadurch entsteht eine andere Vertrauenssituation”, sagte der Vorstandschef der auf Nettotarife spezialisierten myLife Lebensversicherung AG vor der Presse.

Ob Honorarberatung oder Vermittlung mit Provisionsvergütung der bessere Weg seien, halte er für eine anachronistische Lagerdiskussion. “Die Honorarberatung ist eine Lösung für einen bestimmten Weg”, so Dreibrodt. Seiner Erfahrung nach würden eher “die Rationalen als die Reichen” Nettotarife kaufen. Dies entkräfte das Argument, dass Honorarberatung eine breite Versorgung mit Altersvorsorgeprodukten nicht gewährleiste, teilweise.

MyLife, die seit der Übernahme durch die Augur Financial Holding 2012 Nettotarife anbietet, schrieb 2014 nach Beitragssumme 108,9 Mio. Euro (82,5 Mio.) Neugeschäft. Dahinter stecken 2,7 Mio. Euro laufender Beitrag und 49 Mio. Euro Einmalbeitrag. Nur der laufende Beitrag sowie neun Mio. Euro Einmalbeitrag sind Nettogeschäft – der Schwerpunkt ist noch Restschuldgeschäft. MyLife verkauft Nettotarife vor allem über die Augur-Schwestergesellschaft HonorarKonzept, der rund 300 Honorarberater angeschlossen seien. Die Zahl der Kunden soll von rund 8.000 auf 10.000 in aktuellen Jahr steigen. (lie)

Bild: Michael Dreibrodt (Quelle: Monika Lier)

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