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DKV: Aufwind bei der Absicherung von Privatpatienten

30.04.2014 – DKVNach einem schwierigen Jahr 2013 geht es in der Privaten Krankenversicherung 2014 wieder aufwärts. „Wir sehen eine Belebung beim Verkauf von Vollversicherungen“, sagte Clemens Muth, Vorstandsvorsitzender der DKV bei der Vorstellung des Jahresergebnisses für 2013. Wachstumsimpulse macht der Versicherer auch im privaten Pflegemarkt aus.

Mittlerweile haben schon über 390.000 Kunden eine Pflegezusatzversicherung bei der DKV. Verstärken möchte der Versicherer sein Engagement bei der betrieblichen Krankenversicherung (bKV). Derzeit hat das Unternehmen einen neuen Vorsorgetarif für Arbeitgeber aufgelegt.

Zwar setzt die DKV weiter auf Kooperationen mit gesetzlichen Krankenkassen. Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs wird der kölner Privatversicherer aber nur noch mit Kassen zusammenarbeiten, die sich entweder als gewerblicher Vermittler beim Gewerbeamt registrieren oder als Ausschließlichkeitsvermittler der DKV tätig werden.

Weiterhin kämpft der zweitgrößte private Krankenversicherer mit Kundenschwund in der Vollversicherung. Im vergangen Jahr verbuchte die Assekuranz ein Minus von 2,9 Prozent oder 25.000 Kunden. Der Kundenbestand sank somit auf 882.000 Personen. Laut Muth kann der Vertrieb nicht so viele Neukunden gewinnen, wie sie von anderen Vermittlern abgeworben werden. Trotz der Bestandsverluste und geringere Beitragseinahmen konnte das Gesamtergebnis deutlich verbessert werden. Es stieg um über 27 Prozent auf 217 Mio. Euro. Grund ist ein um zehn Prozent verbessertes Kapitalergebnis. Durch langfristige Anlagen konnte die DKV ihre Nettoverzinsung von 3,8 auf vier Prozent erhöhen.

In 2014 wurden die Beiträge für Vollversicherte nur um 1,1 Prozent angepasst. Im nächsten Jahr müssen aber rund 58.000 Kunden, die im Tarif BM4 sind, mit einer Erhöhung von 9,3 Prozent rechnen. Eigentlich hätte dieser Tarif schon in diesem Jahr angepasst werden müssen. Doch weil der Versicherer seinen Kunden bis 2015 stabile Beiträge versprochen hat, wird eine notwendige Erhöhung ausgesetzt. Gleichzeitig bekommen die Kunden des Tarifs BM4 zu viel gezahlte Beiträge zurück. „Aufgrund eines Fehlers war in der Vergangenheit in der Kalkulation eine Position doppelt berücksichtigt worden“, erläuterte Muth. Dieser Fehler war erst Anfang des Jahres 2013 entdeckt worden. Nun halten die Betroffen insgesamt 70 Mio. Euro zurück. Im Schnitt 1.000 Euro, in Höchstfällen bis zu 4.000 Euro. Das Geld werde in der Regel nicht bar ausgezahlt, sondern den Altersrückstellungen gutgeschrieben.

Muth verwies darauf, dass man privaten Krankenschutz niemals aufgrund des Preises kaufen sollte. „Die PKV ist kein Geldsparmodell, sondern eine Entscheidung für das ganze Leben.“ Daher sollten nur Kunden, die den Krankenschutz, der oberhalb der gesetzlichen Krankenversicherung liege, kaufen, die ihn auch langfristig tragen können. Es sei daher richtig, dass die Stiftung Warentest in ihrer aktuellen Untersuchung darauf hingewiesen habe, dass sich die Beiträge verteuern können. Kritik übte der DKV-Vorstand an der Darstellung des Tests. „Erst wird auf die Wichtigkeit der Leistung verwiesen und dann wird nur noch nach dem Preis gerankt.“ Sogenannte Beitragssenkungstarife, die vor hohen Prämien im Alter schützen, seien vor allem für Angestellte interessant. „Diese Tarife werden nämlich vom Arbeitgeber mitfinanziert“, so Muth. (usk)

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