Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

Die Lage der deutschen Versicherer

16.01.2014 – Zum Jahresauftakt haben sich verschiedene Rating-Agenturen mit der Lage der deutschen Versicherer befasst. Dabei setzen die einzelnen Analysehäuser unterschiedliche Schwerpunkte. Die private Krankenversicherung, die Lebensversicherung und die Situation der öffentlichen Versicherer wurden unter die Lupe genommen.

Eine treffsichere Kalkulation bescheinigte das Analysehaus Morgen & Morgen den deutschen PKV-Versicherern. Untersucht wurden die Beitragsanpassungen für das Neugeschäft 2014 bei 500 PKV-Vollversicherungstarifen. Ergebnis: 88 Prozent der Volltarife wurden 2013 so treffsicher kalkuliert, dass ihre Beiträge im neuen Jahr nicht angepasst werden mussten. Bei den restlichen zwölf Prozent gab es sowohl Erhöhungen als auch Senkungen.
Diese Beitragsentwicklung ist allerdings nur eine Momentaufnahme, da alle Tarife nach der Unisex-Umstellung „frisch kalkuliert“ sind. „ Eine belastbare Aussage über die Stabilität der einzelnen Tarifbeiträge und eine Bewertung der Entwicklung ist sicherlich erst über einen längeren Zeitraum sinnvoll, doch können wir der Branche aktuell ein hervorragendes Zeugnis ausstellen“, resümiert Joachim Geiberger, Inhaber von Morgen & Morgen.

Die Ratingagentur Moody’s hat sich mit der empfohlenen Absenkung des Garantiezinses zum 1. Januar 2015 befasst (siehe VW-heute vom 09. Januar). Die Analysten bewerten die Empfehlung der deutschen Aktuarvereinigung (DAV) als positiven Schritt für die Lebensversicherer. Eine Absenkung des Garantiezinses würde helfen, die durchschnittliche Garantieverzinsung in den Beständen der Lebensversicherer zu senken. Dadurch würde ebenfalls das Risiko gesenkt, dass die Investment-Einnahmen der Versicherer niedriger ausfallen als der durchschnittliche Garantiezins.
Die Kritik des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) werten die Analysten als Ausdruck der Sorge des Verbandes, dass mit einer Senkung des Zinses der Wettbewerb zwischen Versicherungs- und Bankenprodukten zunehmen könnte.

Bereits gestern hatte die Ratingagentur Fitch ihre Skepsis bezüglich einer Fusion der öffentlichen Versicherer zum Ausdruck gebracht (siehe VW-heute vom 15. Januar). In dem Bericht heißt es, dass zwar der Druck zur Konsolidierung innerhalb der sehr zahlreichen öffentlichen Versicherer beständig zunimmt, die Aussicht auf Fusion jedoch durch die Eigentümerverhältnisse eingeschränkt wird. (jko)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten