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“Die Geschichte des Kyoto-Protokolls sollte sich nicht wiederholen”

16.12.2015 – Hoeppe_Munich RePeter Höppe von der Munich Re hält das Paris-Agreement für einen großen Durchbruch in der Klimaschutz-Diplomatie und einen historischen Schritt zur Dekarbonisierung: “Erstmalig besteht die Chance durch Zusammenarbeit aller den Klimawandel verursachenden und jener von ihm besonders betroffenen Staaten die globale Erwärmung entscheidend zu dämpfen und Anpassungsmaßnahmen an die nicht mehr vermeidbaren Auswirkungen zu organisieren.”

Der Leiter der Georisikoforschung bei Munich Re, schränkt allerdings ein: “Hoffentlich wird das Paris Agreement am 22. April 2016 auch wie vorgesehen von den Staatschefs unterzeichnet werden. Die Geschichte des Kyoto-Protokolls sollte sich hier nicht wiederholen.”

Mit dem Abkommen und der darin enthaltenen Vereinbarung, die globale Erwärmung wesentlich unterhalb von zwei Grad Celsius halten zu wollen, habe sich die Weltgemeinschaft jedoch viel mehr vorgenommen als durch die bisher zugesagten freiwilligen Emissionsreduktionszielen erreicht werden kann, sagt Höppe weiter.

“Wichtig ist nun, dass die fünfjährlichen Nachschärfungszyklen der Emissionsreduktionen auch wirklich greifen. Je stärker die globale Erwärmung ausfällt, desto größer werden die Risiken sein, umso mehr muss für die Anpassung getan werden, durch Prävention und durch Klimafinanzierung.”

Hier sieht er die Versicherer als zentrale Partner: “Hierbei können Versicherungslösungen ein wichtiger Baustein sein, was auch im Paris Agreement an zwei Stellen explizit angesprochen ist. Munich Re wird, wie schon in der Vergangenheit, solche Lösungen gemeinsam mit den Menschen vor Ort, UN-Organisationen und anderen Stakeholdern erarbeiten und diese mit Expertise und Kapazität unterstützen.” (vwh/ku)

Bild: Peter Höppe, Leiter der Georisikoforschung bei Munich Re. (Quelle: Munich Re)

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