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Der unendliche Weg der Volksfürsorge…

20.02.2014 – Volksfuersorge-LogoBerichte  über eine bevorstehende Einbindung des Innenvertriebs der Volksfürsorge Vertriebsgesellschaft mit Sitz in Hamburg in den der Münchener Muttergesellschaft Generali  haben zwar nicht überrascht, kommen aber zu einer Zeit, in der dem ehemaligen, traditionsreichen Versicherer eher Kontinuität als schon wieder Veränderung zu wünschen gewesen wäre.

Ein Kommentar.

Anfang 2009 nahm die auf den Vertrieb von Versicherungsprodukten spezialisierte Gesellschaft mit vielen Vorschusslorbeeren  ihren Betrieb auf. Der  Vorstand selbst sprach von einer hochmotivierten Belegschaft im Innen- sowie angestellten hauptberuflichen Außendienst.  Das Unternehmen schaffte recht schnell den Spagat, als Volksfürsorge Generali-Tarife zu verkaufen und entwickelte sich zu einer festen Größe im Vertriebswege-Mix des Generali-Konzerns. Konzern-Chef Dietmar Meister konnte stets mit Stolz auf die Erfolge „seines“ Kindes verweisen.

Allerdings gab es auch immer wieder  Hinweise, dass die Ertragssituation der Volksfürsorge der Kostenentwicklung  hinterherhinkt. Nun zieht Meister, der vor vielen Jahren seine berufliche Karriere in der betriebswirtschaftlichen Abteilung der Volksfürsorge an der Alster startete, die Reißleine. Dabei dürfte auch der Druck aus der Triester Generali-Zentrale  eine entscheidende Rolle gespielt haben. Wie sich die Argumente von früher und heute doch gleichen: Die Verschmelzung der Volksfürsorge-Gesellschaften mit den Münchener Generali-Versicherungen wurde damals hauptsächlich damit begründet, Synergien zu nutzen, Doppelarbeiten zu vermeiden, Komplexitäten abzubauen. Das sind jetzt genau wieder die Vorstellungen, die als Begründung für die neuerlichen Maßnahmen herhalten.

Noch spricht die Generali von Prüfaufträgen zum Thema Integration des Volksfürsorge-Innenvertriebes. Auch sei über die Zahl der abzubauenden Innendienst-Stellen noch gar keine Entscheidung gefallen. Jedoch ist davon auszugehen, dass ein analytisch denkender und pragmatisch handelnder Konzernchef Meister sich auch von protestierenden Verdi-Leuten nicht von seinem Weg abbringen lässt. Interessant ist in diesem Zusammenhang ein erst vor wenigen Monaten stattgefundener Personalwechsel zu bewerten: Volksfürsorge-Chef Bernd Felske wurde Vertriebsvorstand der Generali-Versicherungen (vwheute berichtete), und damit zuständig für alle Vertriebswege. Nachfolger Oliver Brüß war zuvor mit „Sonderaufgaben“ in der Holding-Zentrale in Köln beschäftigt. Wie sagt das Bonmot: „Honi soit qui mal y pense! “ (Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!) – oder: Kommt  die Volksfürsorge überhaupt mal zur Ruhe?  (vwh)

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