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Depressionen sind mittlerweile ein wirtschaftlicher Faktor

29.01.2015 – Pillen_Sigrid Rossmann_pixelioSeit der Jahrtausendwende sind Fehlzeiten aufgrund von Depressionen um fast 70 Prozent gestiegen. Das geht aus dem aktuellen Depressionsatlas der TK hervor. Im Saarland gibt es die meisten krankgeschriebenen Depressiven pro Kopf, während das Vogtland hier die geringsten Ausfälle zu beklagen hat.

Nur 1,6 Prozent der Erwerbstätigen haben demnach eine solche Krankschreibung bekommen. Die, die es trifft, fallen aber sehr lange aus, im Durchschnitt 64 Tage.

“Betrachtet man zudem den großen medizinischen Versorgungsbedarf der Patienten, sind Depressionen also auch ein wirtschaftlicher Faktor”, erklärt Jens Baas, Vorstandschef der TK.

Die Hochrechnung: Für ein Unternehmen mit 250 Mitarbeitern bedeutet dies, dass durchschnittlich vier ihrer Beschäftigten gut zwei Monate im Jahr fehlen. Berücksichtigt man noch den Urlaubsanspruch, bleibt also mindestens ein Arbeitsplatz allein aufgrund von Depressionen unbesetzt.

Betroffen sind laut TK vor allem Berufe mit einem hohen Stresslevel und einer großen psychischen Belastung wie im Callcenter (2,8 Tage), in der Altenpflege (2,5), in Erziehungs- (1,6) sowie Sicherheitsberufen (1,4).

Auch die Antidepressiva-Verordnungen wurden untersucht. Hier zeigten sich mitunter von den Fehlzeiten unterdurchschnittliche Regionen als durchaus auffällig. Erstmals wurden Daten regional geordnet.

TK-Chef Baas nannte zudem bereits erste Vorabergebnisse aus dem im Frühsommer erscheinenden Gesundheitsreport 2015: “Die ersten Daten zeigen, dass sich der Trend steigender psychisch bedingter Fehlzeiten fortsetzt.” (vwh/ku)

Bildquelle: Sigrid Rossmann/ pixelio

Link: Depressionsatlas 2015

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