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Dem VKB-Konzern ging es 2014 schlicht “gut”

07.05.2015 – walthes_rem“Dem Konzern VKB geht es gut”, fasste Frank Walthes, Vorstandsvorsitzender der Versicherungskammer Bayern, die Bilanz des Geschäftsjahres 2014 zusammen. Schließlich meinte es die Natur bei den Elementarschäden gut mit der VKB. Demnach sank die kombinierte Schaden-Kosten-Quote in der Schaden- und Unfallversicherung von 99,4 auf 91,9 Prozent.

Vermelden konnte Walthes auch ein Konzernergebnis vor Steuern von 311,4 Mio. Euro (Vorjahr: 262,2 Mio.). Der Jahresüberschuss stieg zudem unter dem Strich um 22,8 Prozent auf 168,3 Mio. Euro – und damit auf den “höchsten, den wir bisher erzielt haben”, so der VKB-Vorstandschef. Gleichzeitig stiegen die Bruttobeitragseinnahmen insgesamt um 1,6 Prozent auf 7,3 Mrd. Euro. Darin eingerechnet ist bereits ein leichter Rückgang in der Lebensversicherung um 0,9 Prozent auf 2,81 Mrd. Euro.

Kummer machen auch dem VKB-Chef daher derzeit vor allem “die künstlich niedrig gehaltenen Zinsen”, die “zunehmend langfristige Sparvorgänge ebenso wie Investitionsentscheidungen“ erschwerten. Außerdem sah er bei einigen aktuellen gesellschaftlichen und politische Herausforderung Bedarf, “den Sachverhalt zu (er-)klären“. Konkret ging es ihm dabei um den Versicherungsschutz für Gebäude, in denen Flüchtlinge untergebracht werden. Hier steht der Vorwurf gegen die Assekuranz im Raum, dass solche Deckungen entweder gar nicht zur Verfügung gestellt werden oder nur gegen hohe Beitragszuschläge werden.

“Wir versichern alle Gebäude, egal ob es sich um die Nutzung von Schulen, Pensionen, ehemaligen Kasernen etc. oder privaten Unterkünfte handelt“, stellte er in diesem Zusammenhang klar. Bei einer Änderung der Nutzung müsse diese aber nach den Vorschriften des Versicherungsvertragsgesetzes dem Wohngebäudeversicherer aber mitgeteilt werden.

Die VKB unterbreite dann “ein adäquates Fortführungsangebot”. Außerdem erhebe sie “bis auf Weiteres” keinen Zuschlag, wenn Flüchtlinge dezentral in privaten Wohnungen untergebracht würden, die dafür beispielsweise von einer Kommune angemietet würden. Dies gelte zumindest dann, wenn “eine Regelbelegung, wie bei einer gewöhnlichen privaten Nutzung, nicht überschritten wird”.

Vor anderen Risiken, die für einen Versicherer nicht ganz alltäglich sind, scheut die VKB ebenfalls nicht zurück, wie Walthes wissen ließ. So habe sie für den G7-Gipfel im bayerischen Elmau im kommenden Monat gemeinsam mit dem Bund eine „Ergänzungsversicherung“ entwickelt. Die trete für Schäden ein, die bei den zu erwartenden Demonstrationen durch böswillige Beschädigungen verursacht werden und für die in den bestehende Versicherungen der Geschädigten keine oder keine ausreichende Deckung bestehe. (rem)

Bild: Frank Walthes, Vorstandsvorsitzender der Versicherungskammer Bayern (Quelle: rem)

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