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Delta Lloyd verkauft Deutschland-Tochter

16.01.2015 – Die auf den Bermudas ansässige Athene Holding übernimmt die Deutschland-Tochter von Delta Lloyd. „Wir sehen erhebliche Chancen, durch unsere Investmentpolitik einen Mehrwert zu erzielen, und sind überzeugt, dass unsere operativen Grundsätze, dem Risikomanagement und der Vermögensverwaltung gut zu den Anforderungen der deutschen Lebensversicherungsbranche passen“, sagt James R. Belardi, CEO von Athene.

Athene bietet über Tochtergesellschaften in den USA und auf den Bermudas indexbasierte Rentenprodukte für Privatanleger, Finanzierungsvereinbarungen für institutionelle Anleger und Lebens-Rückversicherung an. Der US-Versicherer will die Mitarbeiter und das Management der Delta Lloyd weiterbeschäftigen und den Standort Wiesbaden als Hauptsitz des Deutschlandgeschäfts nutzen.

Belardi will sogar Stellen aufbauen, um das Deutschland-Geschäft zu unterstützen.

Nach Abschluss der Akquisition wird die Delta Lloyd unter dem Namen Athene tätig sein. Die Delta Lloyd hatte 2010 das Neugeschäft eingestellt. Der Verkauf an die japanische Investmentbank Nomura scheiterte an dem Veto der Bafin. Das Vermögen des aus der Berlinischen Leben entstandenen Lebensversicherers belief sich zum 30. September 2014 auf ca. 4,3 Milliarden Euro.

„Athene wird die Delta Lloyd in Übereinstimmung mit dem aktuellen Geschäftsmodell betreiben“, kündigt der US-Versicherer an. „Die Übernahme bietet für Athene eine hervorragende Möglichkeit, in den deutschen Markt einzutreten.“ Es ist anzunehmen, dass der US-Versicherer Wiesbaden zu einer neuen Abwicklungsplattform für Lebensversicherer ausbauen will.

Belardi geht davon aus, dass die Aufsicht bis zum dritten Quartal der Übernahme zustimmt. Athene ist 2008 von dem ehemaligen Präsidenten der SunAmerica Life gegründet worden. Über Einzelheiten der Transaktion schweigen sich die Parteien aus. (ba)

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