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Deepwater Horizon: Versicherungsschutz gilt nicht unter Wasser

16.02.2015 – Deepwater_KuestenwacheHöchstrichterliches Urteil: Der Texas Supreme Court hat festgestellt, dass BP unter Wasser entstandene Schäden aus der Deepwater-Horizon-Katastrophe nicht über die Versicherung abrechnen kann. Die Police des Subunternehmers Transocean decke nur Schäden an der Wasseroberfläche ab. Streitwert waren 700 Mio. Dollar.

Verschmutzungen an der Wasseroberfläche in Höhe von 50 Mio. indes sind laut Reuters gedeckt. Das oberste Gericht bestätigte die Vorinstanzen. Damit ist klar: die Policen von Transocean – das Unternehmen hatte die Förderung des Öls übernommen -, die über Lloyd’s und andere Underwriter eine Deckung von insgesamt 750 Mio. Dollar aufweisen, können nur zum Teil für BP selbst herangezogen werden.

Streitpunkt vor diversen Gerichten war laut Property Casualty 360° ein Komma im Förder-Vertrag, dessen Fehlen für BP eine entsprechende Interpretation zugelassen habe.

In einem weiteren Urteil, das laut Reuters im Lauf des Jahres erwartet wird, droht BP ein Bußgeld von 42 Mrd. Dollar. Das Unternehmen hat dafür laut SZ Rücklagen in Höhe von 38 Mrd. Dollar gebildet. Bis Ende 2014 hat BP laut eigener Angaben bereits 13 Mrd. Dollar im Zusammenhang mit Deepwater Horizon bezahlt.

Am 20. April 2010 war es zu einem Blowout gekommen, infolgedessen die Ölplattform explodierte und zwei Tage später unterging. Die Ölpest im Golf von Mexiko hat bis heute in der Region Spuren hinterlassen. (vwh/ku)

Bildquelle: US-Küstenwache

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