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Die Anwaltshonorare vernünftig deckeln – Duals dritte Dîner-Débat

07.07.2014 – cyrusÜbertriebene Erwartungshaltungen bei der D&O Versicherung, das Vorgehen asiatischer Investoren und ein Einblick in die parlamentarische Realität des Bundestags, waren unter anderen die Themen der dritten Dual Dîner-Débat in Köln. Veranstalter war die seit 2005 dort ansässige Zeichnungsagentur Dual Maker.

Rechtsanwalt Rolf Cyrus forderte ein behutsames Vorgehen bei der D&O Schadenregulierung. Insbesondere gelte es, die Erwartungen der Versicherungsnehmer jeden auf falsche Managemententscheidungen zurückzuführenden Verlust ersetzt zu erhalten, zu dämpfen. Häufig fehle es an einer der drei Bedingungen – Pflichtverletzung, Kausalität, Quantifizierung – für das Vorliegen eines ersatzpflichtigen Schadens. Es sei Rolle der platzierenden Makler, die Erwartungshaltung ihrer Kunden in Maßen zu halten. Für vernünftig hält Cyrus eine Deckelung der vom Versicherer zu ersetzenden Anwaltshonorare auf maximal 500 Euro pro Stunde. In den meisten Fällen seien für Spezialisten zwischen 350 und 450 Euro angebracht.

Vincent Vandendael, Director Lloyd’s WW Operations non-UK, prognostizierte eine zunehmende Zahl von Assekuranz-Exposures in Schwellenländern sowie in nicht-property-Deckungen, insbesondere auch D&O und Cyber. Asiatische Investoren würden immer mehr etablierte westliche Firmen aufkaufen und anschließend auch deren Versicherungsabgaben kontrollieren bzw. gar an ihre heimischen Versicherer kanalisieren, wie etwa im Fall einer Braugruppe in Brasilien geschehen. Versichert würden zunehmend Intangibles statt Tangibles, also nicht greifbare wirtschaftliche Positionen.

Heribert Hirte, Hamburger Universitätsprofessor und seit neuestem CDU-MdB, plauderte aus dem Nähkästchen und gab einen ernüchternden Einblick in die parlamentarische Realität, insbesondere was das Gesetzgebungsverfahren sowie den Einfluss von Lobbies und Koalitionsvereinbarungen betrifft.

Duals 2013er Prämienvolumen hatte 30 Mio. Euro erreicht, für 2014 erwartet Geschäftsführer Heiner Eickhoff 35 Mio. Euro. Dual ist Teil der Londoner Dual Gruppe, die 1998 gegründet wurde, 300 Angestellte weltweit beschäftigt und über 500 Mio. Euro an verwalteten Prämienvolumina bringt. Laut Gruppen-CEO Shane Doyle (Australier, ex Zurich) wächst das Panel der von Dual vertretenen Versicherer nach wie vor. Dazu gehören u.a. Arch, AIG, Allianz, Kiln Catlin, Mitsui, Starr und Liberty. (cpt)

Foto: Rechtsanwalt Rolf Cyrus bei der Veranstaltung der Dual Gruppe in Köln (Quelle: Dual)

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