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Debekale Investigation

14.11.2013 – ZeitungskioskDie schier obsessive Berichterstattung des Handelsblatt über und gegen die Debeka im Allgemeinen und deren Chef Uwe Laue im Besonderen geht weiter. Mit einer exklusiven Rücktrittsforderung surft der finanzpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Gerhard Schick, auf dieser Welle und gibt der Kampagne politische Nahrung – sicher nicht unspekulativ im Hinblick auf Wirkung in die laufenden Koalitionsverhandlungen hinein. Doch es mehren sich auch Stimmen, die auf Mäßigung dringen.

„Laue ist ein ruhiger, angenehmer Gesprächspartner mit bescheidenem Auftreten, gepaart mit hohem Fachwissen und einer klaren Meinung“, schreibt die Süddeutsche Zeitung über den Debeka-Chef. „Der schlanke, groß gewachsene Mann wirkt uneitel und durch und durch normal – und unterscheidet sich damit wohltuend von mancher Diva unter seiner Kollegen.“ Die FAZ berichtet über Laue-Fans in der Versicherungsbranche: „Mit seiner unprätentiösen Art und der soliden Steuerung seines Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit hat sich Laue zu ihrem Sprachrohr gemacht.“

Manfred Poweleit vom Maklerdienst Map Report stellt sich ebenfalls schützend vor die Debeka. Sie belegt bei seinen Unternehmensratings regelmäßig Spitzenpositionen, weil sie sehr viel kostengünstiger als die Konkurrenz arbeitet und zudem in der Kapitalanlage ein gutes Händchen hat. „Wer nun seinen Lesern erzählen will, bei diesem für Extremgeiz berüchtigten Versicherer würden die 20.000 Euro zur Adressenbeschaffung nur so über die Theke fliegen, scheint wenig Marktkenntnis zu haben“, schreibt der ehemalige Redakteur der Wirtschaftswoche und des Manager Magazins. „Wer im beschriebenen Umfang Geld für Adressen verschleudert, wird die ermittelten Kostenquoten so auch nicht annähernd erreichen.“ Nach Einschätzung von Poweleit haben Durchschnitts-Debekaler gar nicht genug Geld für so einen Adressenhandel.

Laue hat schnell auf die Vorwürfe mit rückhaltloser Aufklärung unter Einschaltung von Bafin, Staatsanwaltschaft und dem Landesbeauftragten für Datenschutz reagiert. Zudem wurde die KPMG beauftragt, die Prozessabläufe der Debeka zu untersuchen. Ob sich die Vorwürfe in ihrem Ausmaß halten lassen, wird sich zeigen. Es wäre nicht das erste Mal, dass nach einer investigativen Großkampagne wenig von den Vorwürfen übrig bleibt. Die Versicherer des Öffentlichen Dienstes gehören seit langem zum Versorgungssystem in Deutschland. Siehe DOSSIER. (vw heute)

Foto: Die Debeka im Blätterwald. (Quelle: ak)

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