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Debeka muss Rekordbußgeld von 1,3 Mio. Euro zahlen

30.12.2014 – debeka_hauptsitzDie Debeka muss 1,3 Mio. Euro wegen Verstößen gegen den Datenschutz zahlen. Es ist das höchste Bußgeld, das bislang von einer Landesdatenschutzbehörde verhängt wurde. Zudem stellt der Versicherer 600.000 Euro für die Einrichtung einer Stiftungsprofessur für Datenschutz an der Universität Mainz bereit.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Debeka haben die Geldbuße bereits akzeptiert. Zudem wurden die Verfahren gegen die Vorstände ohne Bußgeldzahlungen eingestellt. Zuvor hatte der Versicherer sogenannte Listenkäufe eingeräumt. Dabei hatten Mitarbeiter entgegen den Anweisungen Datensätze zu Anwärtern im öffentlichen Dienst erworben und genutzt.

Demnach sollen Behördenmitarbeiter über Jahrzehnte hinweg von hohen Vertriebsmanagern bestochen worden sein, um Daten von Beamtenanwärtern herauszugeben. Mit Hilfe dieser Daten konnten Außendienstler dann Verträge für eine private Krankenversicherung anbieten, um sich so Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.

Damit hätten sie gegen unternehmensinterne Vorgaben und geltende Datenschutzbestimmungen verstoßen, so der Landesdatenschutzbeauftragte Edgar Wagner. Allerdings habe der Versicherer seine Standards mittlerweile überarbeitet, so Wagner weiter. Demnach dürften Adressen über Tippgeber zukünftig nur noch mit einer förmlichen Einwilligungserklärung jedes einzelnen Betroffenen weitergegeben werden.(vwh/td)

Links: Debeka schaut Mitarbeitern genauer auf die Finger (Tagesreport vom 22.01.2013), Laue räumt ein und auf (Tagesreport vom 08.11.2013), Wirbel um Debeka-Adressenbeschaffung (Tagesreport vom 06.11.2013) und Debeka macht klar Schiff (Tagesreport vom 04.11.2013)

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