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Dax-Konzerne setzen auf internationales Know-how

23.08.2016 – Manager_S. Hofschlaeger_pixelioDie Führungsetagen der deutschen Dax-Konzerne waren über Jahrzehnte hinweg traditionell ausschließlich in deutscher Hand. Nun scheint sich der Trend umzukehren. So war der Anteil ausländischer Führungskräfte allein 2015 in den Vorständen der 30 Dax-Konzerne höher denn je, konstatiert das Beratungshaus Simon-Kucher & Partners. So werden mit der Commerzbank und der Lufthansa nur zwei Unternehmen rein deutsch geführt.

Zwar lag der Anteil der ausländischen Führungskräfte im vergangenen Jahr mit knapp 28 Prozent noch unter dem Spitzenwert von 2013 mit 29,1 Prozent. Aber: “Dieser Stand pendelt sich seit einigen Jahren bei rund 30Prozent ein”, erläutert Christoph Lesch, Director bei Simon-Kucher. “Es ist ein gesunder Mix und wir erwarten nicht, dass der Wert in den kommenden Jahren deutlich steigt”, ergänzt der Experte.

Deutliche Verschiebungen ließen sich im vergangenen Jahr hingegen beim Ausländeranteil unter den Vorstandschefs beobachten. Lag die Quote in den vergangenen Jahren für gewöhnlich auf dem gleichen Niveau wie bei den übrigen Vorstandsmitgliedern, hat sich dies jedoch in den letzten Jahren gedreht, konstatieren die Experten. “2015 markiert der Anteil ausländischer Vorstandschefs mit 19,4 Prozent einen neuen Tiefstwert”, betont Lesch. So wurden im vergangenen Jahr nur sechs Dax-Konzerne von Ausländern geleitet.

Bei den deutschen Versicherern sind ausländische Führungskräfte hingegen nach wie vor noch eher rar gesät – von so bekannten Namen wie Giovanni Liverani, seinem italienischen Landsmann Sergio Balbinot, der Südafrikanerin Jacqueline Hunt oder Hans Olav Herøy einmal eher abgesehen.

Deutlich zugenommen hat im Zuge der gesellschaftlichen Debatte um die Frauen-Quote jedoch die Zahl weiblicher Führungskräfte in den Vorstandetagen. Allein 2015 saßen 16 Managerinnen in den Führungsgremien der Dax-Konzerne. Am weiblichsten war dabei immerhin die Fluggesellschaft Lufthansa mit einem Anteil von 40 Prozent – gefolgt vom Technologiekonzern Siemens mit 29 Prozent. (vwh/mst)

bestellen_vwh“Offen für die Welt”, in der Versicherungswirtschaft 08/16 (Zum Beitrag)

Bildquelle: S. Hofschläger / pixelio.de

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