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Cybersöldner nehmen Kritische Infrastrukturen ins Visier

19.11.2015 – Cyberattacke, Hacker, Cyber - quelle GDVFür die Cyberbedrohungslage des Jahres 2016 erwarten die Experten von Kaspersky Lab tiefergreifende Hacker-Angriffe, die weniger Spuren hinterlassen und neue Geschäftsmodelle für Cybersöldner ermöglichen, die ihre erbeuteten Daten meistbietend an die Kunden verkaufen. Derweil verzeichnet der Spezialmakler für Cyber-Versicherungen Erichsen einen sprunghaften Anstieg der Policen.

Andauernde Bedrohungen auf Kritische Infrastrukturen werden zugunsten von “speicherresistenter” Malware abnehmen, prognostiziert das russische Softwareunternehmen Kaspersky Lab. Cyberkriminelle reduzieren so Spuren und die Erkennung der Malware, die keine eigenen Daten mehr nutzt, wird erschwert. Insbesondere von Nationalstaaten unterstütze Angreifer wollen nicht ihre IT-Fähigkeiten zur Schau stellen, sondern orientieren sich stattdessen strikt am Verhältnis von Kosten und Ergebnis ihrer Attacken.

Weil immer mehr Parteien von Cyber-Angriffen profitieren möchten, wird es laut Kaspersky auch mehr Cybersöldner als bisher geben. Wer bereit ist, Geld für Online-Attacken auszugeben, wird die Angriffsexpertise von Cybersöldnern in Betracht ziehen. “Diese werden die wachsenden Wünsche nach neuer Malware erfüllen oder führen Angriffe gleich selbst aus. Damit entsteht eine Art ‘Access-as-a-Service’-Geschäftsmodell, bei dem Cyberkriminelle die Daten potenzieller Opfer sammeln, um sie dann an Kunden meistbietend zu verkaufen”, sagt Juan Andrés Guerrero-Saade, Senior Security Expert bei Kaspersky Lab.

Ferner erwarten die IT-Experten eine steigende Opferzahl bei den Fällen von bloßgestellter Privatsphäre (DOXing-Attacken). Erpresserische Ransomware wird gegenüber Bank-Trojanern ebenfalls weiter an Boden gewinnen. Dabei werden verstärkt Mac- und mobile Geräte sowie das Internet der Dinge attackiert.

Unternehmen sind sich der Cyberrisiken bewusst und treffen entsprechende Vorkehrungen, was sich bei Maklern wie Marsh an einem rasant steigenden Prämienaufkommen bei Cyber-Policen widerspiegelt. Auch beim Konkurrent Eichsen ist die Abschlussquote in den letzten Monaten sprunghaft angestiegen. Nicht Dienstleistungsfirmen, sondern gerade Unternehmen aus dem Produktionsbereich machen dabei mit über 35 Prozent einen gehörigen Anteil der Nachfrager aus, weil der Schutzbedarf für die neu eingesetzte Technologie der Industrie 4.0 steigt. (vwh/dg)

Bildquelle: GDV

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